THW nach klarem Sieg im Viertelfinale

Foto: Lächler

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Der THW Kiel ist mit einem deutlichen Erfolg gegen den Liga-Konkurrenten SC DHfK Leipzig in das Viertelfinale des DHB-Pokals eingezogen. Vor 6.033 Zuschauern, die ihre Mannschaft 60 Minuten lang großartig unterstützten, war bereits zur Pause eine Vorentscheidung gefallen. Dank einer starken Abwehr und eines überragenden Andreas Wolff, der 14 seiner insgesamt 19 Paraden im ersten Durchgang verzeichnete, führten die Zebras nach 30 Minuten bereits mit 15:8.

Am Ende feierten die Fans einen 31:23-Erfolg ihrer Mannschaft, zu dem Lukas Nilsson mit acht Treffern die meisten Tore beisteuerte. Wer im Viertelfinale Gegner des THW Kiel sein wird, entscheidet sich am Donnerstag: Um 16 Uhr wird Dominik Klein die Runde der besten acht Mannschaften live im Free-TV bei Sky Sport News HD auslosen.

THW-Trainer Alfred Gislason setzte gegen die Sachsen auf ein neues Außen-Duo: Rune Dahmke und Ole Rahmel rückten wie Andreas Wolff in die Startsieben. Alle drei waren sofort mittendrin im Geschehen - wie auch Harald Reinkind. Der norwegische Neuzugang, durch den Ausfall von Marko Vujin und Steffen Weinhold bis zur Einwechslung von Niclas Ekberg Alleinunterhalter im rechten Rückraum, knüpfte nahtlos an die starke Leistung von Mannheim an, bediente Patrick Wiencek zum 1:0, traf nach Schneller Mitte zum 2:1 und setzte sich kurz darauf im Eins-gegen-Eins zum 3:1-Zwischen-stand durch. Die Gäste konterten durch einen Doppelschlag des erneut starken Franz Semper zum 4:4, ehe Rahmel und Dahmke wieder zwei Treffer Unterschied zwischen beide Teams brachten. Nach zwölf Minuten traf Weber zum 6:7 - es sollte das letzte Mal gewesen sein, dass die Leipziger an diesem Abend in Reichweite der Zebras waren. Jetzt nutzten die Kieler die unglaublichen Paraden von Andi Wolff, um sich abzusetzen.

Denn der Wolff im THW-Tor zeigte einmal mehr richtig Zähne, entnervte nahezu den kompletten Angriff mit seinen gehaltenen Bällen. Binder scheiterte von Außen mit einem Heber, Milosevic schaffte es frei vom Kreis nicht, Wolff zu überwinden, Webers Siebenmeter landete genauso in den Armen von Wolff wie die Rückraum-Würfe. Sieben Paraden hatte Wolff bis zur 15. Minuten auf seinem Zettel, weitere sieben zum Teil spektakuläre Rettungs-aktionen sollten bis zum Wechsel folgen. Im Angriff machte nun einer kurzen Prozess, der nach 16 Minuten eingewechselt wurde: Nilsson traf bei drohendem Zeitspiel zum 9:6, schmiss eine Fackel in die lange Ecke zum 10:6, um dann von der Mittellinie ins aufgrund des zuvor gebrachten siebten Feldspielers verwaiste Leipziger Tor zum 11:7 zu treffen. Nach Binders Anschluss bediente Nilsson mit einem feinen Bodenpass Hendrik Pekeler zum 12:7, um kurz darauf eine zweite Welle mit Wucht zum 13:7 abzuschließen. Als Reinkind mit seinem dritten Tor das 14:7 erzielte, hatten die Kieler mit starker Abwehrarbeit und einem klasse Torhüter einen 7:1-Lauf aufs Parkett gezaubert, der die eh schon lautstarken Fans in der "weißen Wand" von den Sitzen riss. Der Zwischenspurt hätte sogar noch deutlicher ausfallen können, wenn die Zebras nicht ausgerechnet bei zwei weiteren Würfen aufs leere Tor den Kasten verfehlt hätten. So aber blieb es bei den sieben Toren Vorsprung zur Pause, mit einem 15:8 und Ovationen der Fans wurden die Seiten gewechselt.

Anders als im Bundesliga-Spiel vor zehn Tagen wollten die Kieler angesichts der erneut klaren Führung vor eigenem Publikum nichts mehr anbrennen lassen - und so kamen sie mit viel Schwung und "Assist-König" Miha Zarabec zurück in die Partie. Zarabec bediente Nilsson, Zarabec brachte Pekeler mit einem Traumpass in Position, Zarabec holte erneut Nilsson in Schussposition: Einzig Franz Semper stemmte sich der Kieler Übermacht entgegen, erzielte die ersten drei Leipziger Treffer nach dem Wechsel und konnte trotzdem nicht verhindern, dass sich der THW über Dahmkes 20:11 und Nilssons Hammer zum 23:14 (44.) weiter absetzte. Gislason begann da bereits, die Belastung seiner Mannschaft zu steuern: Sebastian Firnhaber kam für Pekeler in den Mittelblock und durfte defensiv wie offensiv ran, Rechtsaußen Ekberg kam für Reinkind, und Youngster Gisli Thorgeir Kristjansson für Zarabec.

Der Spielfreude der Zebras taten auch die Wechsel keinen Abbruch: Kristjansson bediente Rahmel mit einem tollen Pass zum 23:15 und traf selbst zum 25:16, Firnhaber schnappte sich einen weiten Wolff-Pass und netzte zum umjubelten 27:17 - der ersten Zehn-Tore-Führung - ein, eher Ekberg mit einem tollen Anspiel hinter dem Rücken Ole Rahmel den Weg zum 28:18 ebnete. Längst hatten zu diesem Zeitpunkt die Zuschauer schon in den Feier-Modus umgestellt: Der Dreierpack der Leipziger, die unter anderem 76 Sekunden in doppelter Überzahl spielten, ärgerte niemanden mehr auf den Rängen. Wolff krönte seine starke Leistung mit dem 30:22 aus dem eigenen Kreis, und Firnhaber setzte mit dem 31:23 den Schlusspunkt unter einen tollen Handballabend, an dessen Ende Mannschaft und Zuschauer gemeinsam den Viertelfinaleinzug im DHB-Pokal bejubelten.
Sonntag gegen Gummersbach

Gespannt blicken die Zebras nun am Donnerstag nach München: Im Studio von "Sky Sport News HD" wird Dominik Klein als Losfee die Viertelfinal-Partien ziehen. Die Auslosung wird ab 16 Uhr live im Free-TV bei diesem Sender zu sehen sein. Danch gilt für die Kieler aber volle Konzentration auf das nächste Heimspiel: Am Sonntag empfängt der THW Kiel in der DKB Handball-Bundesliga den Altmeister VfL Gummersbach zum Duell um zwei wichtige Punkte. "Wir wollen gegen Gummersbach unsere Bundesliga-Serie von sechs Siegen in Folge unbedingt ausbauen", sagt THW-Kapitän Patrick Wiencek.

THW Kiel: N. Landin (n.e.), Wolff (1.-60., 19/1 Paraden, 1 Tor); Duvnjak, Reinkind (4), M. Landin, Firnhaber (2), Kristjánsson (2), Wiencek (1), Ekberg (2/2), Rahmel (4), Dahmke (3), Zarabec (1), Bilyk, Pekeler (2), Nilsson (8); Trainer: Gislason

SC DHfK Leipzig: Putera (1.-21., 48.-60., 4/1 Paraden), Villadsen (21.-48., 4 Paraden); Semper (7), Jurdzs (1), Krzikalla (1), Binder (2), Janke, Pieczkowski, Roscheck, Weber (8/3), Hellmann (1), Remke (1), Gebala (2), Milosevic, Neudeck; Trainer: Haber

Schiedsrichter: Adrian Kinzel/Sebastian Grobe
Strafzeiten: THW: 3 (Nilsson (35.), Dahmke (57.), Firnhaber (57.)) / DHfK: 3 (Janke (10.), Roscheck (20.), Milosevic (44.))

Spielfilm: 1:0, 1:1 (2.), 3:1 (4.), 4:2, 4:4 (8.), 6:4, 7:6 (12.), 11:6 (21.), 14:7 (26.), 15:8; 16:8, 17:9, 18:11 (35.), 20:11 (40.), 23:14, 25:17 (49.), 27:27 (49.), 29:19 (54.), 29:22, 30:23 (60.), 31:23.
Zuschauer: 6.033 (Sparkassen-Arena, Kiel)

THW-Trainer Alfred Gislason: "Ich bin sehr zufrieden mit den Jungs. Ich hatte nach dem grandiosen Spiel in Mannheim Angst, dass die Konzentration heute nicht reichen würde. Aber wir standen in der Abwehr sehr gut, und Andi hat überragend gehalten. Er hat mit den gehaltenen freien Bällen sehr geholfen, dass wir zur Pause so deutlich geführt haben. Insgesamt haben wir heute gut gespielt, auch im Angriff. Ich bin glücklich über den Einzug in die nächste Runde. Ein Riesen-Kompliment möchte ich den Fans in der Halle machen: Es war heute eine super Stimmung, Danke dafür! Ich hoffe, dass wir diese Atmosphäre auch Sonntag gegen Gummersbach wieder hinbekommen."

Leipzigs Trainer André Haber: "Wir haben uns für das heutige Spiel viel vorgenommen, sind aber unseren eigenen Erwartungen nicht gerecht geworden. In der ersten Halbzeit hatten wir Probleme im Abschluss, wir haben sträflich viele Würfe gegen Wolff liegengelassen. Hinzu kam, dass wir in den ersten zehn Minuten nicht das Rückzugsverhalten gezeigt haben, dass wir uns vorgenommen haben. Das hat mich sehr geärgert. Zur Halbzeit lagen wir sehr deutlich hinten. Für die zweite Hälfte hatten wir uns vorgenommen, unsere Angriffseffizienz zu steigern und mehr Stabilität in die Deckung zu bekommen. So kam das Ergebnis zustande. Wir hatten uns mehr ausgerechnet, aber der THW Kiel ist völlig verdient in die nächste Runde eingezogen."

Ergebnisse des Achtelfinales:

THW Kiel                           - SC DHfK Leipzig: 31:23 (15:8)
GWD Minden                    - Füchse Berlin: 26:31 (9:17)
TSV Hannover-Burgdorf   - TBV Lemgo: 23:17 (1 1:1 1)
Bergischer HC                  - Rhein-Neckar Löwen: 29:32 n.V., (24:24, 1 1:13)
HSG Wetzlar                    - MT Melsungen: 20:28 (8:13)
VfL Gummersbach           - Frisch Auf Göppingen: 24:25 (13:11)
SG Flensburg-Handewitt - SC Magdeburg: 28:31 (15:16)
DJK Rimpar Wölfe           - HC Erlangen: 21:26 (10:14)

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