Ausrufezeichen in Nantes

Foto: Ingrid Anderson-Jensen

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Die SG Flensburg-Handewitt startete sehr gut in die neue VELUX EHF Champions League. Sie gewann am Abend mit 34:31 (18:16) beim französischen Vertreter HBC Nantes.

Für Nantes war es die erste Partie der VELUX EHF Champions League in der renovierten Arena. Eine Kapelle trumpfte mit internationalen Hits auf, und auch die beiden Teams gaben kräftig Gas. Das Offensiv-Herz frohlockte. Simon Hald fing diesmal in der Abwehr und am Kreis an. Rasmus Lauge steckte für seinen Landsmann durch, der zum 4:4 einlochte. Zunächst lagen die Gastgeber immer wieder knapp vorn, beim 6:7 brachte Hampus Wanne mit einem verwandelten Gegenstoß erstmals die SG in Front.

Maik Machulla wechselte viel , um das rasante Tempo hochhalten zu können. Magnus Rød mischte früh auch im Angriff mit und markierte das 8:9. Vorne lief es rund, am eigenen Kreis konnte Nantes ebenso oft brillieren. Nach einer Viertelstunde versuchte Maik Machulla in der 6:0-Fornation etwas zu verändern. Er schickte Johannes Golla ins Rennen. Im Kasten stand nun Benjamin Buric, der sich gleich mit einer Parade gegen einen Wurf vom linken Flügel einführte. Für Nantes war nun Altstar Kiril Lazarov zur stelle, doch der SG gelang es, nicht mehr in Rückstand zu geraten. Als Benjamin Buric weiterhin gut hielt, war es der Grundstein zum Ausbau der Führung. Simon Jeppsson und Holger Glandorf agierten mit viel Dynamik aus dem Rückraum. 14:17! 15 Sekunden vor der Halbzeit überraschte Trainer-Routinier mit seinem zweiten Team-Timeout. Das Kalkül ging auf: Nicolas Claire schaffte einen Durchbruch und verkürzte.

Der zweite Abschnitt begann mit zwei Hinguckern – zum Vorteil für die SG. Zunächst räumte sie bei Unterzahl ihr Gehäuser und hatte Glück bei einem Ballverlust. Nicolas Claire verzog den Distanzwurf allerdings. Im Gegenzug pflückte Simon Hald einen schweren Querpass aus der Luft und bejubelte einen Treffer. Magnus Röd demondstrierte Zug zum Tor. Sein Abschluss zum 19:22 war ein Ausrufezeichen. Auf der anderen Seite gab es binnen Kürze dre Siebenmeter-Duelle: Einmal jubelte Benjamin Buric, dann zwei Mal Valero Rivera. Die Freude beim SG Keeper war allerdings nachhaltiger: Sein Team diktierte inzwischen das Geschehen: Johannes Golla erhaschte einen Abpraller und erhöhte auf 23:27.

Thierry Anti trommelte seine Truppe für eine einminütige Besprechung zusammen. Es nutzte nichts. Die SG hatte sich längst in der Abwehr gesteigert. Die Kapelle spielte weiter. Als deutsche Ohren „Griechischer Wein“ vernahmen, schenkte Magnus Jøndal zum 24:30 ein. Kurzfristig geriet der Spielfluss leicht ins Straucheln. Spätestens mit dem 30:34 durch Rasmus Lauge war perfekt, was in der letzten Saison keiner Mannschaft geglückt war: ein Sieg in Nantes.

HBC Nantes – SG Flensburg-Handewitt 31:34 (16:18)

HBC Nantes: Dumoulin (2 Paraden, 31.-48.), Siffert (7 Paraden) – Claire (5), Delecroix, Faluvégi, Feliho, Gurbindo (3), Lie Hansen (4), Lagarde (4), Lazarov (2), Balaguer (1), Emonet, Rivera (6/4), Pechmalbec (1), Tournat (3), Auffret (2)

SG Flensburg-Handewitt: Buric (12/1 Paraden, ab 15.), Bergerud (2 Paraden) – Karlsson, Golla (4), Hald (3), Glandorf (3), Svan (3), Wanne (4), Jeppsson (3), Jøndal (2), Steinhauser, Gottfridsson (1), Lauge (5), Rød (6)
Schiedsrichter: Eliasson/Palsson (Island);

Zeitstrafen: 4:10 Minuten (Lagarde 2, Tournat 2 – Karlsson 4, Wanne 2, Gottfridsson 2, Rød 2); 

Zuschauer: 5108
Spielverlauf: 1:0 (2.), 2:2 (4.), 4:3 (5.), 5:5 (8.), 6:7 (9.), 8:8 (12.), 9:10 (16.), 11:11 (19.), 12:13 (22.), 14:14 (24.), 14:17 (29.), 15:18 (30.) – 17:18 (32.), 17:20 (33.), 19:21 (35.), 20:23 (38.), 21:24 (39.), 23:25 (41.), 23:27 (46.), 24:27 (47.), 24:30 (49.), 25:31 (52.), 27:31 (54.), 28:33 (56.), 30:33 (58.)