Jungrecken bezwingen Potsdam

(Foto: TSV Burgdorf/Volker Klein)

3.Liga-Archiv
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„Wir hatten doch nichts zu verlieren, konnten ohne Druck aufspielen“, freute sich Kapitän Johannes Marx (s. Foto) nach dem doch etwas überraschenden Heimerfolg gegen den VfL Potsdam. Erneut war die von Heidmar Felixson trainierte TSV Burgdorf II zum Improvisieren gezwungen.

Weil Hannes Feise, Joshua Thiele, Vincent Büchner und A-Junior Veit Mävers zum Aufgebot der ersten Mannschaft beim Europapokalauftritt gegen HC Eurofarm Rabotnik aus Mazedonien gehörten, herrschte Personalnot. Felixson setzte im Innenblock auf Maurice Dräger und seinen Sohn Freyr Heidmarsson, musste jedoch schon nach zwei Minuten umplanen, weil Dräger sich bei seinem Tor zum 2:1 verletzte und erst nach zehnminütiger Behandlung zurückkehren konnte. Für ihn sprang Timo Baune ein, der nach wochenlanger Verletzungspause erstmals wieder im Kader stand. Überraschend war, dass die Abwehr dennoch sehr sicher stand, die nötige Aggressivität vorhanden war und das Übernehmen / Übergeben den Gästen Schwierigkeiten bereitete. Dazu zeigte sich Jonas Wilde von seiner besten Seite; der Torwart vereitelte eine ganze Reihe von Großchancen des VfL. Mit nur sieben Gegentreffern wurden die Seiten gewechselt.

Da die Burgdorfer zehnmal trafen, hatte sich die Felixson-Sieben einen kleinen Vorsprung erarbeitet. Weil Jannes Krone einen Heber unterbrachte und Bastian Weiß einen Gegenstoß erfolgreich abschließen konnte, baute der Gastgeber den Abstand sogar fünf Tore (12:7, 32. Minute) aus. Die Gäste wurden jedoch stärker, verkürzten den Rückstand und hatten beim 14:13 (41.) die Gelegenheit auszugleichen. Doch Wilde parierte den Strafwurf von Potsdams Torjäger Yannic Münchberger. Die Burgdorfer verteidigten den schmalen Vorsprung mit viel Leidenschaft bis in die Schlussphase, dann drohte die Partie doch noch zu kippen. Die Gäste glichen zum 20:20, 21:21 sowie 22:22 aus und hatten in der letzten Minute Ballbesitz. In der folgenden Auszeit besprach VfL Trainer Daniel Deutsch den vermeintlich finalen Angriffszug mit seiner Mannschaft. Doch der misslang, weil erneut Jonas Wilde halten konnte. Jetzt war es Heidmar Felixson der blitzschnell die Grüne Karte legte und die Vorgehensweise in den letzten 15 Sekunden besprach. Maurice Dräger streifte sich zudem das Torwarttrikot über, sodass der Gastgeber mit sieben Feldspielern angriff. Nach einer schnellen Kombination wurde der Ball vom starken Malte Donker auf die rechte Außenposition weitergeleitet, wo Jannes Krone wartete und den letzten Wurf im Tor der Potsdamer versenken konnte.

„Wir haben alles reingehauen“, sagte der TSV-Coach anschließend. „Wir haben ein Spiel gewonnen, dass ich nicht unbedingt erwartet habe. Potsdam gehört für mich zu den stärksten Mannschaften der Liga. Umso stolzer bin ich auf meine Mannschaft und dieses eigentlich nicht zu glaubende Endergebnis.“ Mit 26:14 Punkten rangiert seine Riege weiterhin im oberen Drittel der 3. Liga Nord. Am kommenden Sonnabend (16 Uhr) erwartet der Bundesliganachwuchs den TSV Altenholz zum nächsten Heimspiel.

TSV Burgdorf II: Wilde, Oelkers – Dräger (8/4), Krone (5), Weiß (4), Krenke (2), Marx, Donker, Schröter, Baune (je 1), Ayar, Heidmarsson, Foltyn, Holletzek.

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