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Ausgleich in allerletzter Sekunde

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3.Liga Nord-Ost
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Das war nichts für schwache Nerven: In allerletzter Sekunde schafften unsere Mudrow-Schützlinge daheim gegen die HG Hamburg Barmbek den Ausgleich zum 27:27 (14:13). Und der war in diesem aufreibenden Spiel mehr als verdient! Aufreibend auch, weil so manche Schiedsrichter-Entscheidung nicht nachvollziehbar erschien.

Aber dazu später mehr.

Weg war er! Plötzlich war von Vlatko Ranogajec nichts mehr zu sehen. Nachdem der 26-jährige Rechtsaußen den Ball mit dem Schlusspfiff zum 27:27-Ausgleich gegen Hamburg Barmbek ins gegnerische Tor versenkt hatte, stürmten seine Teamkollegen jubelnd auf ihn zu und begruben ihn für ein ganzes Weilchen unter sich. Riesengroß war die Erleichterung, dass gegen die Gäste aus dem Norden doch noch ein Punktgewinn erzielt werden konnte.
Nach der 27:25-Führung für Hamburg Barmbek knapp 40 Sekunden vor dem Schlusspfiff sah es nämlich nicht mehr nach einem Happy End aus. Doch ein schnelles Tor durch Bela Pieles 28 Sekunden vor Spielende ließ den MTV noch einmal hoffen, der Treffer unseres flinken Rechtsaußen Vlatko Ranogajec machte das Remis dann perfekt.

Nach drei Siegen in den ersten drei Partien nun also ein Punktgewinn in Partie vier. Fühlt es sich auch wie ein Punktgewinn an? Jein. Spielerisch hatten die Braunschweiger die Gäste immer wieder im Griff, führten in der ersten Halbzeit zeitweise mit drei Toren, so etwa beim 9:6 nach 18 Minuten. Und auch zu Beginn der zweiten Hälfte lagen sie durch schnelle Tore von Marko Karaula und den starken Bela Pieles mit drei Zählern in Front (16:13). Hinten hielt Jan Kominek den Kasten oft sauber. Es sah nach dem vierten Erfolg im vierten Spiel aus.
Dann jedoch folgten zehn Minuten ohne einen einzigen MTV-Treffer. Das lag zweifelsohne auch an zu vielen Fehlwürfen. Wirft man allerdings einen Blick auf die Schiedsrichter-Entscheidungen allein in dieser Zeitspanne, so darf man sich nicht nur als Zuschauer mit MTV-Brille wundern: 3 Zeitstrafen gegen Braunschweig sowie drei Sieben-Meter für Hamburg Barmbek. Und dies, obwohl die Mudrow-Schützlinge alles andere als überhart zu Werke gingen. Ein Blick auf die Gesamt-Bilanz: 7 Zeitstrafen gegen den MTV und 3 gegen die Gäste, 2 Siebener für den MTV und 12 für die Gäste. ZWÖLF. Die Zuschauer dieser Begegnung rieben sich so manches Mal verwundert die Augen…

„Es war eine sehr schwierige Situation für uns“, resümierte Volker Mudrow auch mit Blick auf die angesprochenen Entscheidungen. „In dieser misslichen Situation haben wir sehr gut gekämpft und uns den Punkt geholt.“ Eigentlich aber, so der Coach, hätte man diese Partie gewinnen müssen.
Zumindest der Punktgewinn machte unter diesen Umständen etwas versöhnlich, eine Niederlage wäre dem Spiel definitiv nicht gerecht gewesen. Also Mund abputzen, weitermachen. Der Saisonstart gilt weiterhin als geglückt, sieben von acht möglichen Punkten machen dies deutlich. Am kommenden Samstag geht es zu den Füchsen Berlin – wir werden berichten.

Ach so, fürs Protokoll: Vlatko Ranogajec kam wieder unbeschadet aus dem Jubel-Haufen nach seinem Ausgleichs-Tor hervor…

MTV: Jan Kominek, Ariel Panzer, Marko Karaula (5), Marc Godon, Johannes Krause (1), Niklas Wolters (4), Philipp Krause (4), Matija Pavlovic, Malte Dederding, Bela Pieles (7), Lasse Giese, Vlatko Ranogajec (6), Nicklas Mühlenbruch, Vincent Schmidt

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