Festival der verpassten Chancen

(Foto: Uwe Serreck)

3.Liga Nord-Ost
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Es war alles drin für die Rot-Blauen vom TuS Vinnhorst, beim schweren Auswärtsspiel in Schwerin, aber am Ende hängen die Köpfe und das Spiel endet mit 28:25 (16:15) für die Mecklenburger Stiere.

Zu viele vergebene Chancen waren es, die ein besseres Ergebnis verhinderten. Jetzt heißt es Mund abwischen, weitermachen. Denn nächste Woche startet die Rückrunde.

Von Beginn an kamen die Hausherren besser in die Partie. In der fünften Minute erzielten die Stiere aufgrund ihres temporeichen Spiels das 4:1 und hielten den Vorsprung auch bis Mitte der ersten Hälfte. Nach einem Team-Timeout durch das Trainerteam kam der TuS dann besser ins Spiel. Vor allem Tim Otto riss sein Team in dieser Phase mit und in der 19. Spielminute erzielte Hendrik Pollex den 12:12 Ausgleich. Florian Freitag vollendete den 5:0 Lauf schließlich mit dem 12:14. Dann ging es mit den verworfenen Siebenmetern los. Bis zur Halbzeit glich Schwerin zunächst aus und ging mit dem Pausenpfiff gar mit 16:15 in Führung.

Die zweite Hälfte war ein ständiges auf und ab. Immer wieder setzten sich die Stiere ab, dabei konnten sie sich vor allem auf ihren Bärenstarken Torhüter Jan Kominek verlassen, der am Ende sechs Siebenmeter und etliche freie Bälle gehalten hat und die Vinnhorster teilweise zur Verzweiflung brachte. Dennoch zeigte die Mannschaft Herz, immer wieder kämpfte sich der TuS zurück. Schwerin begann ihre Angriffe lang auszuspielen, traf immer wieder trotz drohenden Zeitspiels. In der 52. Minute gingen die Hausherren mit 26:22 in Führung, die Entscheidung? – Nein, wieder fighteten die Rot-Blauen zurück. Plötzlich saßen auch endlich die Siebenmeter. 2 Minuten vor Schluss erzielte Milan Mazic so das 26:25. Eine dramatische Schlussphase deutete sich an, doch wieder war es Heimtorwart Kominek, der erneut einen Wurf vom Punkt vereitelte und so seine Farben endgültig auf die Gewinnerstraße lenkte. Am Ende hieß es 28:25, der TuS musste als Verlierer vom Feld.

Kämpferisch kann man der Mannschaft in diesem Spiel keinen Vorwurf machen. Sie hat alles gegeben und das gilt für die gesamte Hinrunde, die mit dieser Partie endete. Nach 15 Spielen steht der TuS mit 20:10 Punkten auf einem herausragenden vierten Platz, ist so die stärkste Mannschaft der Region Hannover in der dritten Liga und damit im Prinzip die Nummer zwei der Stadt, hinter den Bundesliga-Recken. Für einen Aufsteiger ist das ein sensationelles Ergebnis.

„Überwintern“ darf das Team indes noch nicht. Am kommenden Samstag, um 16 Uhr, erwartet der TuS zum Rückrundenstart den Tabellenzehnten aus Oranienburg in der Wendlandhalle, ehe es am 4. Advent, zwei Tage vor Heilig Abend noch zu den Jungfüchsen nach Berlin geht. Zweimal also noch alles geben dieses Jahr. Das gilt auch für die Fans, die sich auch in Schwerin wieder lautstark bemerkbar machten.

Für den TuS spielten: Colin Räbiger, Patrick Anders – Tim Otto (7), Florian Freitag (5, davon 1 /2 7m), Milan Mazic (4, davon 2/2 7m), Hendrik Pollex (3), Jonas Borgmann (2), Matheus Costa Dias (2), Nils Eichenberger (1), Jakob Bormann (1), Yannik Müßner, David Sauß, Sebastian Beyer, Tim Kirchmann

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