Freitags-Kracher in Saarlouis

Foto: Verein

3.Liga Süd
Tools
Typography
  • Smaller Small Medium Big Bigger
  • Default Helvetica Segoe Georgia Times
Stern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktiv
 

Freitag der 13. – wer abergläubig ist, für den hat dieses Datum eine Bedutung. Für die HG Saarlouis war die 13 an diesem Dezember-Freitag im Drittliga-Kracher gegen die Bundesliga-Reserve der Rhein Neckar Löwen eine Glückszahl, während es für die Junglöwen mit zwei schweren Verletzungen eher ein „Pechtag“ war.

Zudem trug HGS-Kapitän Peter Walz überragende 13 Treffer zum 35:28-Sieg bei. 1225 Zuschauer in der stimmungsvollen Stadtgartenhalle hatten so am Ende Grund genug, mit der Mannschaft bei Live-Musik und einem Kaltgetränk den Jahres-Abschluss 2019 als zu Hause ungeschlagenes Team zu feiern.

Sportlich hatten die HGS-Fans zuvor zwei absolut unterschiedliche Halbzeiten miterlebt. Die Saarländer taten sich zu Beginn richtig schwer. Im Gegensatz zur Vorwoche holpert es in den ersten 20 Minuten mächtig in der Offensive und hätte HGS-Goali Pat Schulz nicht wider einen „Sahnetag“ gehabt, wer weiß ob der Rückstand dann nicht noch größer geworden wäre. So hieß es nach 21 Spielminuten „nur“ 6:11 für die Gäste. Die Fans in der Halle verzweifelten fast an vergebenen freien Torwürfen und technischen Fehlern ihrer Jungs. Nach der ersten Auszeit (20.) fing sich das Team von Philipp Kessler aber wieder und konnte bis zum Pausenpfiff auf 13:14 verkürzen. Da keimte bei den Anhängern wieder Hoffnung auf.

Und die Pausenansprache von Philipp Kessler wirkte. Angeführt von ihrem überragend agierenden Kapitän Peter Walz (s. Foto) drehten der, Philipp Leist und Tommy Wirtz mit einem Dreierpack in mal gerade 3 Minuten Ergebnis und Spiel (16:14, 33.) und gaben in der Folge die Führung nicht mehr aus der Hand. Zunächst blieb die junge Mannschaft von Michel Abt aber in Schlagdistanz, war auch eine Viertelstunde vor Schluss beim 22:21 weiter dran. Aber die Ausfälle von Sebastian Trost (schwere Schulterverletzung) und Leon Bolius (vermutlich Kreuzbandriss) brachten die Junglöwen aus dem Konzept. Es gelang ihnen nicht mehr, Peter Walz aufzuhalten, der ein ums andere Mal die Gäste-Abwehrspieler umkurvte wie Slalomstangen und 11 seiner insgesamt 13 Treffer in dieser zweiten Hälfte erzielte.

Als neun Minuten vor Schluss Pat Schulz zum 27:22 ins leere Gästetor traf, bog die HGS endgültig auf die Siegerstraße ein. Der erfahrene Ivo Kucharik steuert in der Schlussphase das Spiel der HGS, die beim 30:24 (55.) durch Peter Walz das Ding in der Tasche hatte.

Am Ende waren es 7 Tore Vorsprung (35:28), der nächste Heimsieg zum Rückrunden-Auftakt war eingefahren und jetzt soll zum Jahresabschluss am 21. Dezember in Erlangen auch auswärts mal wieder gepunktet werden.

Statistik HGS: Pat Schulz (18 Paraden, 1x7m, 1 Tor), Peter Walz 13, Wirtz 8/3, Grbavac 4, Leist 3, Thierry 2, Kreis 1, Louis 1, Hartz 1, Kucharik 1

Bilanz RNL 2: Gierse (8 Paraden), Späth (2 Paraden, 1 Tor), Ahouansou 7, Kessler 5, Bolius 4, Hjny 3, Shoji 3, Meyer 2, Trost 1, Goto 1, Damm 1

Siebenmeter: HGS 3/3, RNL 2 /3

Zeitstrafen in Minuten: HGS 12, RNL 12

Schiedsrichter: Bona/Frank

Zuschauer: 1225