OHV baut auf Kontinuität: Blacha bleibt Trainer

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3.Liga Nord-West
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Der OHV Aurich hat die personellen Weichen für kommende Saison fast komplett gestellt. Arek Blacha bleibt Trainer des Drittligisten und das Team weitgehend zusammen – nur ein Spieler legt eine Pause ein.

Arek Blacha wird die Drittliga-Handballer des OHV Aurich auch in der kommenden Saison trainieren. Drei von fünf Spielern, deren Verträge am Ende dieser Spielserie auslaufen, haben sie verlängert. Oliver Staszewski wird nächste Saison allerdings nicht mehr zum Kader gehören. Die Verträge der übrigen Spieler gelten noch für die kommende Saison. Heißt: die Mannschaft bleibt ziemlich komplett zusammen. „Dass wir so früh in der Saison bereits die Weichen gestellt haben, hätten wir im Vorfeld auch nicht gedacht“, sagte Vereinsvorsitzender Ulrich Mittelstädt auf der gestrigen Pressekonferenz. Die Auricher spielen derzeit in ungeahnten und ungekannten Gefühlswelten auf der Sonnenseite in der 3. Liga. Der fünfte Tabellenplatz und der sichere Klassenverbleib machen es möglich, dass die personellen Planungen für die kommende Saison weitestgehend abgeschlossen sind. „Alle sind euphorisiert. Das hat die Verhandlungen leichter gemacht“, sagte Mittelstädt.

Lutz Günsel, Geschäftsführer des wirtschaftlichen Trägers der Mannschaft (OHS), freute sich riesig darüber, dass Blacha für ein weiteres Jahr seine Zusage als Trainer gegeben hat: „Wir haben viele Gespräche geführt, haben noch einiges vor und wollen noch eine Menge bewegen.“ An einem Konzept, in das die Jugend stark eingebunden werden soll, wird bereits gearbeitet. Um Details zu nennen, sei es aber noch zu früh, so Günsel. Der 49-jährige Blacha geht in seine achte Saison als Trainer des OHV. Im Sommer 2013, nachdem sein bisheriger Verein VfL Edewecht Insolvenz angemeldet hatte, war er als neuer Trainer des OHV vorgestellt worden.

Blacha möchte beim OHV eine Mission erfüllen: „Dieser Verein ist mir unheimlich wichtig.“ Sein Ziel ist es, Stabilität in die Mannschaft zu bringen und sie in der 3. Liga zu etablieren: „Damit wir nicht immer sagen müssen, wir spielen um den Klassenerhalt, sondern um einen einstelligen Tabellenplatz.“ Was in dieser Saison passiert, sei einfach der Wahnsinn: „Wir sind abgezockter geworden und können auch Spiele gewinnen, in denen wir nicht so gut sind.“ Blachas Motivation weiterzumachen, war es auch, weil er den jungen Spielern noch mehr beibringen möchte: „Ich fühle mich für sie verantwortlich.“ Darüber hinaus sollen Nachwuchsspieler aus der zweiten Mannschaft sowie der A- und B-Jugend integriert werden.

Wie das erfolgreich gelingen kann, dafür ist Wilke de Buhr das beste Beispiel. Der gebürtige Auricher ist im OHV sportlich groß geworden, hat als A-Jugendlicher aufgrund fehlender Möglichkeiten im eigenen Verein zwar kurzzeitig für Wilhelmshaven gespielt, ist aber seitdem eine feste Größe in der ersten Mannschaft. Der 23-Jährige hat seinen Vertrag um zwei Jahre bis zum Ende der Saison 2021/22 verlängert.

Mit Kevin Wendlandt können die Auricher in den kommenden zwei Jahren auf einen Routinier bauen, den Günsel zu den stärksten Rückraumspielern in der 3. Liga zählt und der auch in der Abwehr eine Größe ist. „Solch einen Spieler längerfristig zu binden, ist viel wert“, sagte Günsel. Der 30-Jährige war 2015 vom Zweitligisten SV Henstedt-Ulzburg gekommen. Wendlandt engagiert sich darüber hinaus auch in der Jugendarbeit. „Dort spielt er eine bedeutsame Rolle“, sagte Mittelstädt. Die Vereinsverantwortlichen möchten seinen Einsatz fördern und ihn dabei unterstützen, die Trainerlizenz zu machen. Auch Matej Cuk bleibt nächste Saison ein OHV-Spieler. Der 21-jährige Linkshänder war mit Beginn dieser Saison vom HC Bruck aus Österreich gewechselt. „Er hat sich sehr gut entwickelt“, so Günsel. Der Kroate gab seine Zusage für ein Jahr. Ob Jannick Dallügge weiterhin für den OHV spielen wird, ist dagegen offen, auch aus beruflichen Gründen. „Da können wir noch keinen Vollzug melden“, so der OHS-Geschäftsführer.

Anders bei Oliver Staszewski, dessen Vertrag auch ausläuft. Der 27-Jährige wird aus dem Kader ausscheiden. Nicht, weil er sich sportlich umorientiert. Im Gegenteil. Es habe ihm wehgetan, sich gegen den Handball entscheiden zu müssen. „Aber er ist beruflich stark eingespannt und hat uns deshalb um eine Pause bis zum Dezember gebeten“, so Günsel. Berufsbedingt kann Staszewski bereits in dieser Saison nur eingeschränkt trainieren. „Und dann sagt der Körper irgendwann nein“, so Blacha. Der Spielerpass von Stazsewski bleibt aber beim OHV und der Verein mit ihm in engem Kontakt. Staszewski war im Sommer 2018 von der SG VTB Altjührden zum OHV gewechselt. Er hatte seine Zusage bereits gegeben, als die Auricher noch um den Klassenerhalt in der 3. Liga spielten und stand dazu auch nach dem Abstieg in die Oberliga.

Für Staszewski sind die Auricher jetzt auf der Suche nach Verstärkung. Das könne auch ein talentierter Spieler sein, so Günsel: „Da sind wir am Ball.“ Und in einer komfortablen Situation. „Die Mannschaft ist inzwischen so flexibel, das jede Position ersetzt werden kann. Und das macht sie stark“, sagte der OHV-Trainer.

Dass Ewald Meyer Teammanager bleibt, war nahezu eine Selbstverständlichkeit. Ob Eric Hettmann weiter als Co-Trainer tätig sein wird, ist noch nicht perfekt. Günsel ist da jedoch zuversichtlich: „Wir sind in positiven Gesprächen.“ Neben Staszewski wird nächste Saison auch Paul Jordan im Team fehlen. Er hat, wie berichtet, seine Karriere verletzungsbedingt beendet. Maxim und Nikita Pliuto, Jonas Schweigart, Christoph Groß, Josip Crnic, Lukas Günsel, Jannes Hertlein sowie die Torhüter Frederick Lüpke und Edgars Kuksa haben noch einen Vertrag für die kommende Saison. Günsel hob aus der Mannschaft, die in dieser Saison für Furore sorgt, Lüpke hervor: „Er hat großen Anteil daran, dass wir da oben in der Tabelle stehen.“ Gerade in der Zeit, in der Kuksa zum einen verletzungsbedingt, zum anderen während der Europameisterschaft nicht zur Verfügung stand, habe Lüpke eine Wahnsinnsleistung gezeigt.

 

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