Balingen trotz tollem Kampf punktlos

Foto: Ingrid Anderson-Jensen

1.Bundesliga
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Es war die bisher beste Leistung im neuen Jahr, die die Gallier im Heimspiel gegen den SC Magdeburg zeigten und dennoch mussten sie sich dem klaren Favoriten mit 32:34 (16:18) geschlagen geben.

Mit der fünften Niederlage in Folge sind die Balinger zum ersten Mal seit dem ersten Spieltag wieder auf einen Abstiegsplatz abgerutscht, weil zeitgleich die Eulen Ludwigshafen in Erlangen gewonnen haben.

Bis zum 12:12 in der 21. Spielminute war das Spiel zwischen dem HBW Balingen-Weilstetten und dem SC Magdeburg völlig ausgeglichen. Die Gäste legten zwar ständig einen Treffer vor, ein größeren Abstand ließen die Gallier aber nicht zu. Nach dem 12:12-Ausgleichstreffer unterliefen ihnen allerdings zwei, drei technische Fehler im Angriff zu viel und die Magdeburger schlugen sofort zu. HBW-Trainer Jens Bürkle musste eingreifen und mit einer Auszeit konnte er den Magdeburger Lauf wieder stoppen. Mit einem Doppelschlag von Vladan Lipovina und Jona Schoch verkürzte der Außenseiter erneut bis auf einen Treffer. Es stand 14:15 und nach einer überragenden Parade von Torhüter Mario Ruminsky, der für Vladimir Božić ab der 21. Minute zwischen den Pfosten stand, verpassten die Schwaben die Chance zum Ausgleich. Der SCM legte erneut auf zwei Tore vor und mit diesem Vorsprung für den Favoriten ging es auch in die Halbzeitpause.

Den Start in die zweiten dreißig Minuten haben die Balinger dann aber total verpatzt. Im Angriff unterliefen ihnen ein Ballverlust nach dem anderen und Magdeburg konnte sich bis auf 17:22 absetzen. Wieder war es für Trainer Jens Bürkle höchste Zeit eine Auszeit zu nehmen. Danach lief es zwar etwas besser, aber eine gewisse Verunsicherung der Gallier war trotzdem noch zu beobachten. Beim 20:26 in der 40. Spielminute hatten viele den HBW schon abgeschrieben. Im Gegensatz zu den letzten Spielen, bissen sich die Gallier aber wieder zurück ins Spiel. Kapitän Martin Strobel verkürzte in Unterzahl mit einem sehenswerten Kracher zum 23:27 und als auf der Gegenseite Torhüter Mike Jensen einen Strafwurf abwehren konnte, war die „Hölle Süd“ am Kochen. Die Zuschauer spürten, dass das Spiel noch längst nicht entschieden war, aber zunächst galt es für die Balinger eine doppelte Unterzahl zu überstehen. Mit einem strukturierten Angriff nahmen sie zunächst etwas Zeit von der Uhr und bei angezeigtem Zeitspiel war es der neunfache Torschütze Jona Schoch, der zum 24:27 traf. Auch das 25:27 ging auf sein Konto und in der 46. Minute war die bereits verloren geglaubte Partie wieder völlig offen.

Nach einem Magdeburger Fehlwurf hatten die Gallier zehn Minuten vor dem Schlusspfiff die große Möglichkeit per Strafwurf wieder auf einen Treffer zu verkürzten. Gregor Thomann scheiterte allerdings am Magdeburger Keeper. Nach einer Monsterparade von Mario Ruminsky war es dann aber doch Vladan Lipovina, der auf einen Treffer verkürzte. Nach dem 30:31 zeigte Ruminsky erneut eine überragende Parade gegen den Magdeburger Michael Damgaard aber der Abpraller landete direkt bei Kreisläufer Erik Schmidt und der hatte keine Mühe das leere Tor zu treffen. Die letzten zwei Minuten spielten die Gäste routiniert herunter und konnten sich dabei vor allem auf ihren Ausnahmekönner Damgaard verlassen. Der Däne erzielte mit seiner individuellen Klasse die letzten drei Treffer und hielt damit die Gallier fast allein auf Distanz. Dabei ließ er sich von den Pfiffen und Buhrufen, die er sich mit seiner Theatralik und Schauspielerei auch redlich verdient hatte und bei jedem Ballkontakt bekam, auch nicht aus der Ruhe bringen.

Viel Zeit bleibt den Gallier jetzt nicht, sich den Kopf über die Niederlage lange zu zerbrechen, denn bereits am kommenden Sonntag müssen sie in der Stuttgarter Porsche-Arena erneut auf die Platte. Wenn sie allerdings eine ähnliche Performance wie gegen den SC Magdeburg auf die Platte bringen, ist das dringend notwendige Erfolgserlebnis durchaus möglich.

Die Mannschaften
HBW Balingen-Weilstetten: Mario Ruminsky, Mike Jensen, Vladimir Božić (TW); René Zobel 2, Marcel Niemeyer 4, Vladan Lipovina 4, Romas Kirveliavičius, Filip Taleski, Gregor Thomann 3, Tim Nothdurft 1, Benjamin Meschke, Oddur Grétarsson 2/1, Martin Strobel 5, Jona Schoch 9, Lukas Saueressig;

SC Magdeburg: Tobias Thulin, Jannick Green (TW); Zeljko Musa, Piotr Chrapkowski 1, Matthias Musche 1, Christoph Steinert 2, Daniel Pettersson 3, Tim Hornke 2/1, Filip Kuzmanovski 5, Kay Smits, Erik Schmidt 3, Lukas Mertens 1, Albin Lagergren 1, Christian O'Sullivan 6, Michael Damgaard 9, Moritz Preuss;

Strafwürfe
HBW 2/1, SCM 3/1;

Zeitstrafen
HBW 4, SCM 1;

Nächstes Spiel
Sonntag, den 1. März, 16 Uhr, TVB Stuttgart – HBW Balingen-Weilstetten, Porsche-Arena in Stuttgart.

 

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