Eulen fliegen nach Erlangen

Foto: Uwe Serreck

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Aus der kurzfristigen Enttäuschung nach dem Ausgleich in letzter Sekunde der MT Melsungen im letzten Heimspiel wurde bei den Eulen-Spielern schnell Freude über eine erneut großartige Leistung und einen Punktgewinn gegen ein Top Team der Liqui Moly HBL und so geht die Mannschaft auch die schwere Auswärtsaufgabe in Erlangen positiv an.

Hinter den Gastgebern liegen turbulente und ereignisreiche Wochen. Nach der Niederlage in Leipzig, der dritten in Folge, Anfang Februar wurde Trainer Adalsteinn Eyjolfsson beurlaubt und Rolf Brack übernahm das verunsicherte Team. Der Start verlief für den neuen Coach durchwachsen, denn nach einer Niederlage in Kiel und dem anschließenden Heimsieg gegen Balingen-Weilstetten, setzte es am letzten Spieltag eine empfindliche 30:24-Niederlage im Derby beim TVB Stuttgart. „Wir haben es heute nicht geschafft an unsere starke kämpferische Leistung aus dem Spiel gegen Balingen anzuknüpfen. Vor allem in der Abwehr müssen wir uns im Hinblick auf unser nächstes Spiel gegen Ludwigshafen steigern und wieder leidenschaftlich und aggressiv verteidigen“, analysierte Kevin Schmidt, der Sportliche Leiter des HC Erlangen nach dem Spiel. Durch die Niederlage ist Erlangen auf den 14. Tabellenplatz abgerutscht und mit aktuell 18 Punkten ist der Klassenerhalt noch nicht gesichert. Am Donnerstag kommt es in der ARENA NÜRNBERGER VERSICHERUNG zu einem Wiedersehen alter Bekannter, denn die beiden Trainer kennen sich gut.

Ben Matschke: „Ich kenne Rolf Brack jetzt schon seit 15 Jahren. Ich habe in Stuttgart studiert und er war mein Dozent. Ich schätze ihn sehr und kenne auch seine ganze Familie.“

Diese Freundschaft muss am Donnerstag aber 60 Minuten ruhen, denn auch die Eulen haben sich für diese Partie wieder einiges vorgenommen. Im Hinspiel im vergangenen September ging Erlangen beim 19:23 zwar als Sieger von der Platte, aber seitdem hat sich bei der Mannschaft von Trainer Ben Matschke viel zum Positiven verändert. Das Personal ist zwar, bis auf den später gekommenen Gorazd Skof und Malte Voigt, der erst im Februar kurzfristig verpflichtet wurde, identisch, aber die Spieler haben sich im weiteren Saisonverlauf enorm entwickelt und die einzelnen Mannschaftsteile sind mittlerweile gut eingespielt. Das zeigte sich auch in der letzten Partie gegen die MT Melsungen. Auch wenn die Gäste in letzter Sekunde doch noch einen glücklichen Punkt mitnehmen konnten, waren die Eulen in der ausverkauften Eberthölle die bessere Mannschaft und hätten den Sieg verdient gehabt. Viel falsch gemacht hat die Mannschaft am Sonntag nicht. Jetzt gilt es das positive Gefühl und den Glauben an die eigenen Stärken zu transportieren und so auch die nächste schwere Auswärtsaufgabe anzunehmen.

Der größere Druck liegt am Donnerstag auf Seiten der Gastgeber, die sich nach der Derbyniederlage rehabilitieren und ihr Punktekonto aufstocken wollen, um den Abstand auf das Tabellenende zu vergrößern. Die Mannschaft von Trainer Ben Matschke geht auch gegen Erlangen als Außenseiter in die Partie, hat aber, wenn sie an die Leistungen aus den letzten beiden Spielen anknüpfen kann, alle Möglichkeiten, um auch in der ARENA NÜRNBERGER VERSICHERUNG zu bestehen. Waren die Eulen in der Liqui Moly HBL lange nur für ihre Heimstärke bekannt, so hat sich, durch die starken Auswärtsauftritte in den letzten Monaten, längst herumgesprochen, dass Heimspiele gegen die jüngste Mannschaft der Liga alles andere als Selbstläufer sind.

Ben Matschke:

„Ich weiß, dass Rolf Brack Erlangen gut auf uns vorbereiten wird und dass er während des Spiels von seinen Söhnen unterstützt wird, die ihm Informationen aufs Handy schicken. Auch taktisch wird er alles raushauen – siebter Feldspieler, drei am Kreis und offensive Abwehr. Wir werden da Lösungen finden und immer wieder ans Optimum kommen müssen, wie schon in den letzten beiden Spielen. Dann sind wir auch so selbstbewusst, dass wir sagen, wir können Erlangen ärgern und dort auch bestehen. Aber dafür muss auch die Basis wieder stehen – guter Rückzug, gute Defense und variable Antworten auf das Angriffsspiel des Gegners. Unter dem neuen Trainer hat Erlangen noch Mal eine deutliche Tempoverschärfung und darauf müssen wir uns einstellen. Das alles wird wichtig sein, um dort am Donnerstag zu bestehen und vielleicht etwas mitzunehmen. Wir haben gegen Hannover und Melsungen 120 Minuten guten Handball gespielt und das wollen wir konservieren.“

Max Haider:

„Es wird in Erlangen ein spannendes Spiel für uns, weil der HC im Moment nicht so richtig weiß, wo er nach den Unruhen und dem Trainerwechsel gerade steht. Das macht es aber auch für uns schwieriger, da Erlangen dadurch schwer auszurechnen ist. Für beide Mannschaften geht es um sehr viel und beide wollen das Spiel unbedingt gewinnen. Wir wollen natürlich zeigen, dass wir auch auswärts gewinnen und etwas mitnehmen können. Das ist uns erst ein Mal in Nordhorn gelungen, aber auch gerne wieder am Donnerstag gegen Erlangen. Dafür müssen wir an die Leistung gegen Melsungen rankommen, wenn nicht in der entscheidenden Phase sogar noch besser spielen. Wenn uns das gelingt, bin ich optimistisch, dass wir etwas mitnehmen können, auch wenn es in Erlangen immer sehr schwer ist. Jeder muss verinnerlichen, dass wir auch auswärts mit jeder Mannschaft mithalten und punkten können. Wenn wir die Chance haben, einen Punkt zu holen, nehmen wir den, wenn wir zwei Punkte greifen können, werden wir alles dafür tun, um die mit nach Hause zu nehmen, denn das wäre ein wichtiger Schritt für uns. Fakt ist aber, dass Erlangen eine gute Mannschaft hat und natürlich etwas dagegen haben wird. Wir freuen uns auf Donnerstag und hoffen, dass wir nach dem Spiel zwei Punkte oder zumindest etwas Zählbares im Gepäck haben.

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