K.O. in letzter Sekunde

Foto: Uwe Serreck

1.Bundesliga
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Die TSV Hannover-Burgdorf kann auch im vierten Anlauf keine Punkte beim Bergischen HC mitnehmen. Nach einem packenden Spiel, in dem DIE RECKEN lange Zeit keine gute Leistung zeigten und erst in der Schlussviertelstunde ins Rollen kamen, mussten sie am Ende doch in eine 28:27 (12:9) Niederlage einwilligen.

Drei Minuten vor Schluss sahen die Niedersachsen beim 27:25 noch wie der sichere Sieger aus, doch in der Crunchtime machten DIE RECKEN dieses Mal folgenschwere Fehler und der Bergsiche HC markierte kurz vor der Schlusssirene den Siegtreffer. „Wir haben unfassbar viel arbeiten müssen, um überhaupt wieder ranzukommen. Der BHC hat über 60 Minuten gesehen deutlich konstanter gespielt und daher auch verdient gewonnen“, analysierte Timo Kastening den bitteren Nachmittag.

DIE RECKEN kamen in Solingen nur sehr schwer in die Gänge. Es dauerte bis zur neunten Spielminute, ehe Timo Kastening den ersten Treffer für seine Farben erzielen konnte. Bis dahin hatten die Hausherren den Ball bereits fünf Mal erfolgreich im Kasten von Torhüter Urban Lesjak untergebracht. In der ersten Halbzeit schafften es die Niedersachsen zu selten, richtig Bewegung in ihr Angriffsspiel zu bekommen. Zudem unterbanden die Gastgeber das sonst so erfolgreiche Kreisläuferspiel der RECKEN konsequent, so dass die Niedersachsen häufig nur durch Einzelaktionen zum Erfolg kommen konnten.

In der Deckung hatten DIE RECKEN zudem große Schwierigkeiten, die Würfe von BHC-Rückraumspieler Fabian Gutbrod zu verhindern. Der Halblinke erzielte bis zur Pause fünf Tore bei sechs Versuchen und war gemeinsam mit Linksaußen Jeffrey Boomhouwer auffälligster Akteur auf Seiten der Hausherren. Folgerichtig liefen DIE RECKEN konsequent einem Rückstand hinterher, schafften es aber in der Schlussphase der ersten Halbzeit immerhin noch, auf 12:9 zu verkürzen und somit in Schlagdistanz zu bleiben.

Nach dem Seitenwechsel bot sich aus RECKEN-Sicht zunächst leider das gleiche Bild. Die Niedersachsen agierten unkonzentriert und fehlerhaft im Angriff und luden die Hausherren dadurch immer wieder zu einfachen Toren ein. Zudem war der Bergischer HC in vielen Situationen gedanken- und handlungsschneller und konnte die Führung wieder auf 16:11 ausbauen. In der Folge machten es die Niedersachsen besser und kamen wieder auf drei Tore heran. Zu mehr sollte es aber nicht reichen, denn die Gastgeber kamen jetzt immer wieder über ihre flinken Rückraumspieler Tomas Babak und Linus Arnesson zum Torerfolg und stellten DIE RECKEN beim 20:15 (43.) vor neue Probleme.

Nach dem 20:16 durch Fabian Böhm, was zusätzlich eine Zeitstrafe für BHC-Akteur Max Darj bedeutete, zündeten DIE RECKEN aber zum ersten Mal den Turbo. Timo Kastening nutzte die personelle Überzahl und netzte gleich drei Mal ins verwaiste BHC-Tor ein und urplötzlich betrug der Rückstand nur noch einen Treffer. Die Niedersachsen hatten sogar die Chance auf den Ausgleich, aber Nejc Cehte unterlief der nächste technische Fehler und die Gastgeber zogen wieder auf 21:19 (47.) davon.

Drei Minuten später machten es DIE RECKEN dann aber besser, als Ilija Brozovic vom Kreis das 21:21 (50.) erzielen konnte und damit die spannende Schlussphase einläutete. In dieser waren die Niedersachsen jetzt hellwach und konnten durch einen abgefangenen Ball von Cristian Ugalde sogar die erste Führung erzielen. Das Pendel schlug jetzt deutlich in Richtung der Niedersachsen aus, die den Vorsprung sogar auf zwei Tore ausbauen konnten und drei Minuten vor dem Ende beim 27:25 wie der sichere Sieger aussahen.

Bei der Aktion verletzte sich aber Nejc Cehte, der somit in den folgenden drei Angriffen nicht mehr mitwirken konnte. Gutbrod markierte den Anschlusstreffer für die Gastgeber und im nächsten RECKEN-Angriff unterlief Morten Olsen ein technischer Fehler, den der BHC zum 27:27 Ausgleich nutzen konnte.

DIE RECKEN hatten die Chance auf den Siegtreffer, doch Fabian Böhm warf den Ball 40 Sekunden vor dem Ende am Tor vorbei und so kippte das Spiel wieder in BHC-Richtung. Die Gastgeber spielten den letzten Angriff besser aus und Gutbrod übernahm abermals Verantwortung und versenkte den Ball vier Sekunden vor dem Ende zum glücklichen, aber nicht unverdienten Siegtreffer im RECKEN-Kasten. „Am Ende waren wir zu blöd und werfen den Sieg weg. Die Leistung war über weite Strecken aber auch nicht gut von uns, das müssen wir uns vorwerfen lassen“, so ein selbstkritischer Kastening.

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