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Nach der Pause auf der Überholspur

Foto: Jürgen Pfliegensdorfer

1.Bundesliga
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Die Füchse Berlin entwickeln sich zum Lieblingsgegner von GWD Minden. Die Grün-Weißen konnten auch das dritte Spiel in Folge gegen den Hauptstadtklub gewinnen. Eine starke zweite Halbzeit sicherte den verdienten 31:26-Sieg am 5. Spieltag der laufenden Saison.

Gleich vier Mal schmetterte Christoffer Rambo Füchse-Keeper Dejan Milosavljev den Ball in den ersten zehn Minuten um die Ohren. Gepaart mit einem Treffer seines Landsmannes Kevin Gulliksen sorgte Mindens Norweger für die 5:4-Führung der Hausherren. In der Kreissporthalle Lübbecke entwickelte sich eine spannende und sehr intensive Partie, in der die Berliner vor allem über den Kreis gefährlich wurden. Die knapp 600 Zuschauer heizten ordentlich ein und nicht nur deshalb wurde es auf dem Spielfeld hektischer. Beide Mannschaften ließen einige Chancen liegen und das GWD-Team machte wieder unliebsame Bekanntschaft mit der Pfeife des Schiedsrichters. Für Lucas Meister war der Arbeitstag in der 22. Minute, nach einer Roten Karte aus heiterem Himmel, bereits beendet und auch Miljan Pusica musste noch vor dem Wechsel für zwei Minuten auf die Bank. Man schenkte sich nichts und nur beim 10:8 (21.) für die Hausherren betrug die Differenz zwischen beiden Kontrahenten zwei Tore, die übrigen Spielstände waren immer knapp. Beim 13:13 zur Pause war noch lange nicht abzusehen, wer diese Partie gewinnen würde.

Nach dem Wechsel ging es Schlag auf Schlag. Justus Richtzenhain und Juri Knorr trafen schnell für die Hausherren. Fast jeder Angriff führte mittlerweile zum Torerfolg. Die Füchse glichen beim 19:19 (39.) aus, doch GWD Minden legte wieder vor. Richtzenhain, Rambo und Knorr warfen die erste Drei-Tore-Führung für die Grün-Weißen heraus. Im GWD-Tor ließ sich der eingewechselte Malte Semisch mittlerweile von den Berliner warmwerfen und hielt seinen Vorderleuten in dieser Phase mit wichtigen Paraden den Rücken frei. Auf der anderen Seite machte Nachwuchs-Kreisläufer Justus Richtzenhain das Spiel seines Lebens. Das 23:19 war bereits der vierte Treffer des 22-Jährigen, der sich gemeinsam mit Doruk Pehlivan zu den positiven Überraschungen der zweiten Halbzeit entwickelte. Mit Herzblut und Leidenschaft kämpften die Ostwestfalen für die beiden Punkte, eroberten viele Bälle und lagen beim 27:22 (54.) mit fünf Toren vorn. Fabian Wiede brachte den Favoriten noch einmal auf 25:28 heran, doch danach brannte die Carstens-Sieben ein wahres Schlussfeuerwerk ab und schickte die Gäste mit einer 26:31-Niederlage zurück in die Hauptstadt.


Frank Carstens: „Mein Team hat sich heute wahnsinnig in dieses Spiel hineingefightet. Wie wir gekämpft haben und an Bälle gekommen sind – dafür kann ich meiner Mannschaft nur ein Riesenkompliment machen. Wir wollten möglichst früh unsere Punkte zusammenholen und das war heute sehr wichtig.“

Marian Michalczik: „Minden hat über weite Strecken wirklich gut gespielt und ist als verdienter Sieger vom Platz gegangen. GWD war taktisch sehr gut vorbereitet und hat heute einfach immer die besseren Lösungen gefunden.“

Torschützen GWD: Christoffer Rambo (8), Mats Korte (7/3), Justus Richtzenhain (4), Kevin Gulliksen (4), Juri Knorr (4), Doruk Pehlivan (3), Aliaksandr Padshyvalau (1).
Im Tor: Carsten Lichtlein (1.-30. und 4 Paraden), Malte Semisch (30.-60. mit 3 Paraden),

Torschützen Füchse: Mijajlo Marsenic (8), Hans Lindberg (5/4), Jacob Holm (4), Marian Michalczik (2), Fabian Wiede (2), Paul Drux, Johan Koch, Marko Kopljar, Tim Matthes, Milos Vujovic (je 1).
Im Tor: Dejan Milosaveljev (1.-22. und 42.-60. mit 3 Paraden), Fredrik Genz (22.-42. mit 4 Paraden).

Zeitstrafen: Pusica (25.), Pehlivan (39.) – Drux (27.), Koch (16., 53.).
Rote Karte: Meister (22.)

Spielfilm: 2:2 (5.), 5:4 (10.), 6:6 (15.), 9:8 (20.), 12:12 (25.) 13:13 (30.), 17:15 (35.), 20:19 (40.), 22:19 (45.), 24:21 (50.), 27:23 (55.), 31:26 (60.).

Schiedsrichter: Stefan Schneider und Colin Hartmann
Zuschauer: 582

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