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Training, Tests und ein Echtzeit-Experiment

(Foto: Verein)

1.Bundesliga
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Training, Tests und ein Echtzeit-Experiment. Jetzt geht es in die heiße Phase: Am Montag starten die Rhein-Neckar Löwen den zweiten Teil der Saisonvorbereitung.

Nach dem Trainingslager in Ischgl und den anschließenden freien Tagen mit individuell-freiwilligem Programm heißt es ab Montag: nicht mehr kleckern, sondern klotzen. Zwei Wochen später, zum Auftakt des BGV Handball Cups 2020, will Cheftrainer Martin Schwalb seine Mannschaft in eine ordentliche Verfassung gebracht haben.

Ebenfalls am Montag steigen die Jungs der MT Melsungen in die zweite Vorbereitungsphase ein. Die Hessen testen allerdings schon vier Tage später die Form und messen sich im landesinternen Duell mit der HSG Wetzlar. Das Testspiel wird ohne Zuschauer stattfinden – im Gegensatz zum BGV Pokal, bei dem bis zu 500 Zuschauer in die Hallen gelassen werden sollen. Frank Bohmann, Geschäftsführer der Handball-Bundesliga, zeigt sich in dieser Knackpunkt-Frage weiter optimistisch: Die Ablehnung des Fußball-Konzeptes für Zuschauer sei „kein Fingerzeig für die Hallensportarten“. Bei der HBL gehe man nach wie vor davon aus, sowohl den Supercup am 26. September, als auch den Liga-Start am 1. Oktober vor Zuschauern bestreiten zu können.

„Eine ganze Saison bekommen wir das nicht hin“, sagte Bohmann zu möglichen Geisterspielen und den finanziellen Folgen für die Klubs und Vereine. Dass die aktuell wieder deutlich steigenden Infektionszahlen nichts Gutes verheißen, wird dem HBL-Boss speziell in diesem Punkt große Sorgen machen. Zumal klar ist, dass am Ende allein die Entwicklung der Corona-Pandemie darüber entscheiden wird, ob und vor wie vielen Zuschauern Handball gespielt werden kann.

Training, Tests und ein Echtzeit-Experiment: RESTART-19 als wegweisendes Projekt

Unabhängig davon arbeiten alle in der Handball-Welt mit Hochdruck an überzeugenden Hygienekonzepten für den Spielbetrieb unter Einschluss der Öffentlichkeit. Ein wegweisendes Projekt hierfür soll am Samstag, 22. August, in Leipzig über die Bühne gehen. Unter dem Titel RESTART-19 spielt Popstar Tim Bendzko drei Kurzkonzerte in der QUARTERACK Immobilien Arena in Leipzig, die Pausen werden von den Bundesliga-Handballern des SC DHfK Leipzig gefüllt. Hauptaugenmerk liegt auf der Studie, die parallel von der Uni Halle durchgeführt wird. 4000 Menschen sollen in die Halle kommen, inklusive vorherigem Corona-Test, strengen Hygieneregeln und Bewegungsnachverfolgung vor Ort.

Die Hoffnung der Handball-Welt: Geht dieses Echtzeit-Experiment gut, wäre das ein Zeichen an die Politik: Schaut her, wir haben ein funktionierendes Konzept für Hallensportarten mit Zuschauern. Wer an der Studie teilnehmen möchte, kann sich hier noch bis Sonntag, 16. August, informieren und – bei Interesse – registrieren. „Ich finde es ist eine sehr gute Idee und ich drücke uns alle Daumen. Der Ausgang der Studie kann für Kultur- und Sportveranstaltungen bahnbrechend sein“, sagt Füchse-Geschäftsführer Bob Hanning zu RESTART-19.

Vor deutlich weniger Zuschauern bestreitet der SC Magdeburg seinen Doppeltest gegen den dänischen Topklub GOG, freut sich aber riesig auf das „erste Heimspiel vor Zuschauern seit dem 3. März“. 250 Fans dürfen am 14. und 15. August in die Halle, wenn die Grün-Roten unter anderem auf die alten Bundesliga-Bekannten Anders Zachariassen und Morten Olsen treffen. Vor 270 Zuschauern haben am 8. August bereits die Füchse ihre Frühform getestet und im Duell mit dem 1. VfL Potsdam einen 30:25-Erfolg eingefahren.

Titelverteidiger THW Kiel hat jüngst seine Trainingslager-Pläne bekanntgemacht. Vom 22. bis 30. August geht es für die Zebras nach Graz in Österreich. Den Abreisetag kombinieren die Kieler mit der Anreise zum Testspiel in Veszprem. Gerade aus dem Österreich-Trainingslager zurückgekehrt sind die Löwen-Nachbarn aus Ludwigshafen und verkündeten unter anderem, dass die beiden Junglöwen mit Zweitspielrecht, Benedikt Damm und Max Kessler, sehr gut angekommen seien in ihrer neuen Mannschaft.

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