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Verdienter Testspielsieg nach Steigerung

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1.Bundesliga
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Genau 15 Tage vor dem Start in die Saison 2020/21 der LIQUI MOLY Handball-Bundesliga zeigt sich die MT Melsungen auf einem guten Weg. Im vierten Testspiel innerhalb von neun Tagen blieben die Nordhessen zum vierten Mal siegreich.

Denn das Spiel am Samstag gegen Ligakonkurrent TVB Stuttgart wurde nach einem 13:14 Halbzeitrückstand mit 29:27 gewonnen. In guter Form präsentierten sich dabei – außer den beiden Torhütern Nebojsa Simic und Silvio Heinevetter – auch Rückraumspieler Julius Kühn (8 Tore) und Rechtsaußen Tobias Reichmann (7/2 T., s. Foto). Bei den Schwaben wussten besonders Keeper Johannes Bitter und der Halbrechte Viggo Kristjansson (6/1 T.) zu gefallen. Das Spiel in der Kasseler Rothenbach-Halle fand Corona-bedingt erneut ohne Zuschauer statt.

MT-Trainer Gudmundur Gudmundsson musste gegen Stuttgart von vornherein auf Linksaußen Michael Allendorf (Muskelfaserriss in der Wurfarmschulter) verzichten und schonte darüber hinaus die beiden Kreisläufer Marino Maric (Rückenprobleme) und Felix Danner (Migräne). Von den MT Talents rutschte erneut Nachwuchstalent Ben Beekmann in den Kader.

Gestützt auf eine einsatzfreudige 6:0-Abwehr, vor einem vom Start weg hellwachen Nebojsa Simic im Tor, gab die MT zunächst den Ton an. Vom Auftakttreffer durch Julius Kühn gings über die Zwischenstände 3:1 und 6:4 bis zum 8:5 kontinuierlich voran. Doch dann riss plötzlich der Faden, nicht zuletzt auch deshalb, weil die Gastgeber arge Probleme mit dem “7 gegen 6”-Angriff der Stuttgarter hatten und auf der anderen Seite “Jogi” Bitter einige aussichtsreiche Gelegenheiten der MT-Angreifer zunichte machte.

Überdies verstanden es die Blauen glänzend, die Abstimmungsschwierigkeiten der Rotweißen auszunutzen. Mit einem lupenreinen 5:0-Lauf drehten sie den Spieß komplett um und setzten sich auf 11:8, bzw. 12:9 ab. Doch Kühn & Co. stemmten sich dagegen – allen voran der Goalgetter höchstselbst – beim 12:12 war Melsungen wieder gleichauf. Weil aber die MT ihren letzten Angriff in dieser ersten Halbzeit vertändelte und umgekehrt der TVB fast mit dem Abpfiff nochmal erfolgreich war, retteten sich die Gäste mit einem hauchdünnen 13:14-Vorteil in die Kabinen.

Das enge Beieinander setzte sich auch noch in der ersten Phase der zweiten Halbzeit über die Stationen 15:15 und 17:17 fort, ehe die MT wieder das Heft des Handelns in die Hand bekam und sich über 19:17 und auf 23:20 nach vorn schob.

Auf Seiten der Hausherren waren inzwischen Silvio Heinevetter, Lasse Mikkelsen und Tobias Reichmann für Nebojsa Simic, Domagoj Pavlovic und Timo Kastening gekommen. Damit nahm der Angriff noch einmal Fahrt auf – nicht zuletzt deshalb, weil sich inzwischen auch die Hintermannschaft gesteigert hatte und so diverse Ballgewinne erzielt werden konnten. Der Lohn waren erfolgreiche Gegenstöße, mit denen letztlich die Basis für den knappen, aber aufgrund der Steigerung verdienten 29:27-Sieg gelegt wurde.

Das Kräftemessen gegen Stuttgart war gleichzeitig das letzte Vorbereitungsspiel gegen einen externen Gegner. Bis zum Saisonbeginn am 4. Oktober wird Gudmundur Gudmundsson aus dem bestehenden Bundesligakader Kader, ergänzt durch Nachwuchsspieler der MT Talents, jeweils im Training zwei Mannschaften bilden und dann die letzten Feinheiten einüben lassen.

Gudmundur Gudmundsson zum Spiel:
Ich bin mit der heutigen Leistung sehr zufrieden. Wir haben uns vorne taktisch gut verhalten und diszipliniert gespielt. Kampf und Einsatz haben ebenfalls gestimmt. In der Abwehr müssen wir noch stabiler werden. Jetzt haben wir kein offizielles Testspiel mehr, was aber durchaus von Vorteil sein kann, da wir die Zeit bis zum Saisonstart nutzen können, um in aller Ruhe noch einige Dinge zu verbessern.

MT Melsungen - TVB Stuttgart 29:27 (13:14)

Melsungen: Simic (14 GT/7/2 P.), ab 31. Heinevetter (13 GT/5 P.) – Maric n.e., Kühn 8, Lemke 2, Reichmann 7/2, Kunkel 3, Mikkelsen 1, Danner n.e., Arnarsson 3, Pregler n.e., Kai Häfner 1, Salger n.e., Kastening 2, Pavlovic 2, Beekmann n.e. – Trainer Gudmundur Gudmundsson.

Stuttgart: Bitter (19 GT/11 P.), ab 45. Prost (8 GT/2 P) – Asgeirsson, Weiss 3, Faluvegi 3, Lönn 3, Röthlisberger 3, Nicolaus, Zieker 5, J. Müller 3, Pfattheicher, Peshevski 1, Kristjansson 6/1, Wieling – Trainer Jürgen Schweikardt.

Schiedsrichter: Steven Heine (Wendeburg, Niedersachsen) / Sascha Standke (Benthe, Niedersachsen).
Siebenmeter: 2/2 - 1/3 (Patrick Zieker scheiterte zweimal an Nebojsa Simic)
Zeitstrafen: 4:4 Minuten
Spielstände: 4:1 (9.), 5:4 11.), 8:5 (16.), 8:10 (21.), 9:12 (23.), 12:12 (27.), 13:14 - 16:17 (37.), 20:17 (42.), 20:19 (45.), 25:21 (51.), 28:25 (56.), 29:27. – Rothenbach-Halle Kassel

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