Bietigheim punktet verdient gegen Ferndorf

2.Bundesliga
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Bundesliga-Absteiger SG BBM Bietigheim zeigt die richtige Reaktion auf die jüngste Auswärtsschlappe in Dormagen und gewinnt sein „Retro-Heimspiel“ gegen den TuS Ferndorf am Freitag knapp aber verdient mit 30:29 (14:13) Toren.

„Es geht einem auf die Nerven, wenn wir auf die Anzeigetafel schauen und jede Woche dieses Ergebnis sehen“, war die erste Reaktion von TuS-Coach Michael Lerscht nach dem Schlusspfiff. Zum wiederholten Mal in dieser Saison unterlag sein Team mit dem knappsten aller möglichen Ergebnisse. Lerscht hatte erneut eine gute Leistung seiner Mannschaft gesehen, die jetzt aber bereits seit acht Spielen auf einen doppelten Punktgewinn wartet. Am Ende waren die Schwaben den entscheidenden Tick besser und buchen die beiden Punkte verdient auf ihr Konto.

Für ein Heimspiel kehrte der Bundesliga-Absteiger in dieser Saison in die altehrwürdige Halle am Viadukt zurück und feierte mit rund 1300 Zuschauern bei toller Stimmung in seiner ausverkauften Trainingshalle den dritten Heimerfolg in dieser Saison. „Wir wollten zeigen, dass das Spiel in Dormagen ein Ausrutscher war. Das ist uns heute gelungen“, freute sich Christian Schäfer, der mit seinen sieben Treffern zusammen mit Dominik Claus erfolgreichster Werfer bei den Gastgebern war. Für Ferndorf traf Julius Lindskog Andersson achtmal.

Bei der SG BBM war in diesem Spiel Konzentration und voller Einsatz bis zum Schlusspfiff gefordert, denn Ferndorf erwies sich über 60 Minuten als der erwartete zähe Gegner. Die erste Viertelstunde gehörte den Westfalen, die sehr konzentriert begannen und nach 17 Minuten mit 5:7 in Führung lagen. Dann erst gelangen der SG BBM die ersten Ballgewinne und der 7:7-Ausgleich durch Jonas Link. Michael Kraus versenkte in den nächsten Minuten vier Würfe in schneller Folge im Tor der Gäste zur 12:10-Führung. Lange konnte sich die SG BBM nicht mehr als diese zwei Tore Distanz verschaffen, weil Ferndorf es verstand, im Angriff seine Chancen immer wieder gut herauszuspielen. Psychologisch wichtig war, dass SG BBM-Keeper Jürgen Müller noch mit dem Pausenpfiff einen Siebenmeter gegen Lindskog Andersson parierte. So ging es mit einer knappen Bietigheimer 14:13-Führung in den Seitenwechsel.

„Der Angriff hat bei uns heute eigentlich ganz gut funktioniert“, meinte Hannes Jón Jónsson zum Offensivspiel seines Teams, in dem neben Kraus und Link vor allem der eingewechselte Dominik Claus mit viel Durchsetzungsvermögen aus dem rechten Rückraum immer wieder Akzente setzen konnte. Weniger glücklich war der Bietigheimer Coach mit der Abstimmung in der Defensive. „Die 24 hat ein überragendes Spiel in der Rückraummitte gemacht. Darauf waren wir nicht vorbereitet“. Gemeint war Ferndorfs Julian Schneider, der im Spielaufbau viel mehr als nur eine Entlastung für den Schweden Lindskog Andersson war.

Aber weil die Bietigheimer Offensive meist auch die passenden Antworten parat hatte, verteidigte die SG BBM ihre Führung im zweiten Abschnitt hartnäckig. Bezeichnend für das mit viel Einsatz auf beiden Seiten geführte Spiel war, dass die erste Drei-Tore-Führung der SG BBM fällig war, nachdem Jonas Maier einen weiteren Strafwurf gegen Lindskog Andersson parieren konnte. Dominik Claus traf in der 50. Minute zum 23:20. Und selbst als Martin Marcec knapp zwei Minuten vor dem Ende zum 29:26 traf, war das noch nicht die Entscheidung für die SG BBM. 30 Sekunden vor dem Ende hämmerte Ferndorfs Patrick Weber eines seiner fünf Tore zum 29:28-Anschluss n die Maschen. Erst mit dem Treffer von Dominik Claus im Gegenzug blieben die beiden Punkte in Bietigheim.

SG BBM Bietigheim: Müller, Maier; Dahlhaus, Claus (7), Schäfer (7/4), Kraus (5), Link (5), Rentschler (4), Asmuth (1), Marčec (1), Fischer, Vlahovic, Öhler, Rønningen, Emanuel, Boschen.

TuS Ferndorf: Puhl, Hottgenroth, Durica; Lindskog Andersson (8/5), Weber (5), J. Schneider (5/1), M. Michel (4/3), Rüdiger (3), L. Schneider (2), Neitsch (1), Bornemann (1), Rink, Faulenbach, Barwitzki, Wicklein, Koloper.

Spielverlauf: 2:4 (7.), 5:7 (17.), 9:7 (21.), 12:10 (25.), 13:13 (29.), 14:13 (30.), 16:16 (35.), 19:17 (38.), 23:20 (50.), 26:23 (54.), 27:26 (57.), 29:26 (59.), 30:29 (60.).
Zeitstrafen: Fischer (13., 15.), Asmuth (17., 42., 51.), Dahlhaus (37.), Claus (60.), - Bornemann (11.), Koloper (18., 54.), Lindskog Andersson (23.), Rink (39., 58.)

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