Ferndorf erkämpft einen Punkt in Rimpar

Foto: Heinz Burbach

2.Bundesliga
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Als Steffen Kaufmann nach gut 56 Minuten das 23:20 für die Rimparer Wölfe erzielte, dachten wohl nicht wenige Fans des TuS Ferndorf, dass es so läuft wie meistens, wenn diese beiden Teams aufeinandertreffen; das Spiel verläuft größtenteils ausgeglichen, und am Ende setzen sich die Würzburger doch knapp durch.

Aber dieses Ferndorfer Team gibt eben niemals auf und glaubt immer an sich. Und so verkürzt Julian Schneider von Linksaußen auf 21:23. Anschließend pariert der überragende Ferndorfer Keeper Lucas Puhl (s. Foto) den Wurf von Patrick Schmidt, Thomas Rink verkürzt spektakulär zum 22:23 zwei Minuten vor dem Ende. Puhl hält erneut spektakulär gegen den Rückraumlinken Benedikt Brielmeier, Ballbesitz für Ferndorf, Michael Lerscht nimmt seine letzte Auszeit bei 58:43 und gibt die Taktik für den letzten Angriff vor. Und dies mit Erfolg, denn Kreisläufer Mattis Michel schafft tatsächlich den verdienten Ausgleich, als er 48 Sekunden nach Klasse-Anspiel von Jonas Faulenbach den Ball vorbei am starken Rimparer Keeper Max Brustmann im Tor unterbringt.

Nach der letzten Auszeit von Wölfe-Coach Ceven Klatt verteidigen die Siegerländer leidenschaftlich ihr eigenes Tor und den Punktgewinn. Julian Schneider blockt den letzten Wurf von Steffen Kaufmann, Spielende und kollektiver Jubel auf Ferndorfer Seite!

 Die Gastgeber hatten in den meisten Phasen dieses mit großem kämpferischem Einsatz geführten Match in Führung gelegen. Nach elf Minuten traf Patrick Schmidt von Rückraum Mitte zum 5:3, nach 17 Minuten erhöhte Linksaußen Dominik Schömig zum 8:5. Es folgte die beste Phase der Gäste aus dem Siegerland. Michael Lerscht stellte seine Abwehr von der gewohnten 6:0-Formation um auf 5: 1 und beorderte Jonas Faulenbach auf die vorgezogene Position gegen Spielmacher Patrick Schmidt. Diese Maßnahme zeigte sofort Wirkung. Thomas Rink, Julius Andersson, Jonas Faulenbach und Andreas Bornemann drehten das Spiel innerhalb von vier Minuten zum 9:8 für die Gäste. Rimpar erholte sich jedoch sehr schnell und drehte seinerseits das Ergebnis wieder zu seinen Gunsten auf 12:10 in der 28. Minute. Doch Ferndorf konterte erneut und kam durch einen spektakulären Treffer von Julius Lindskog Andersson und Rechtsaußen Jan Wicklein zum 12:12-Pausenstand heran.

Nach der Pause zeigte sich das gleiche Bild, Rimpar legte jeweils vor zum 15:13 und 16:14 durch Kreisläufer Patrick Gempp, die Gäste glichen aus zum 16:16 in der 41. Minute durch Thomas Rink.

Auch beim 19:17 durch Brielmeier lagen die Wölfe wieder zwei Tore vorne, Bornemann und Rink gelang zehn Minuten vor Schluss der Ausgleich, den auch Jonas Faulenbach zum 20:20 in der 53. Minute wieder herstellte. Kurz zuvor sah Ferndorfs Abwehrchef Branimir Koloper nach seiner dritten Zeitstrafe die Rote Karte und auch Rechtsaußen Jan Wicklein konnte in der Schlussphase verletzungsbedingt nicht mehr eingesetzt werden. Zweimal der Rückraumrechte Steffen Kaufmann und Patrick Gempp brachten die Würzburger wieder auf die Siegerstraße, doch Ferndorf fightete sich eindrucksvoll und angetrieben vom erneut starken Julius Lindskog Andersson und dem mit vielen guten Entscheidungen agierenden Jonas Faulenbach sowie seinem herausragenden Keeper Lucas Puhl zum Punktgewinn. Puhl kam am Ende auf 16 Paraden und eine sehr starke Quote von 41 % gehaltener Bälle.

Coach Michael Lerscht war voll des Lobes über sein Team: „Endlich haben wir mal aus Rimpar etwas Zählbares mitgenommen. Ich ziehe den Hut vor meiner Mannschaft, wie sie immer wieder den Kopf oben behält und schwierige Situationen meistert. Wenn Du in Rimpar vier Minuten vor Ende 20 Tore erzielt hast und mit drei Treffern zurückliegst, ist das Spiel eigentlich gelaufen. Dass wir dann nochmal zurückkommen, drei eigene Treffer erzielen und keinen mehr kassieren, ist einfach sensationell.“

Die Tore für Ferndorf erzielten Julius Lindskog Andersson 7/1 Siebenmeter, Kreisläufer Thomas Rink 5, Julian Schneider 4, Jonas Faulenbach 3, Andreas Bornemann 2, Mattis Michel und Jan Wicklein jeweils 1 Tor

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