Lübeck Derbysieger

2.Bundesliga
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Überragende Stimmung, viel Kampf, große Emotionen – das Duell zwischen dem VfL Lübeck-Schwartau und dem HSV Hamburg hatte alles, was ein
Derby braucht. Am Ende gewannen die Lübecker ein packendes Spiel in der ausverkauften Hansehalle 25:24 (11:9).

Von einem „ganz normalen Spiel“ hatte VfL-Trainer Gerrit Claasen (s. Foto) vor der Partie gesprochen, doch als die Lübecker nach 60 intensiven Minuten ausgelassen auf dem Spielfeld feierten, war klar: Es war eben doch kein normales Spiel. „Derbysieger, Derbysieger“, schallte es aus der Kabine der blauen Tiger.

Doch bis dahin war es ein hartes Stück Arbeit für den VfL. Die Hamburger, angeführt von einem starken Stefan Schröder, der wohl sein letztes Spiel im
HSV-Trikot machte, erwischten den besseren Start. Die 200 mitgereisten Hamburger Fans sorgten für die Stimmung und die Gastgeber begannen nervös. Erst in der achten Minute traf Antonio Metzner erstmals für den VfL. Schröder und Co. führten nach 13 Minuten 5:3 – VfL-Trainer Claasen zog die erste Auszeit.
Erst dann fanden die Schwartauer besser ins Spiel – allen voran Antonio Metzner. Lübecks Nummer 96 sorgte mit sechs Treffern in der ersten Halbzeit dafür, dass der VfL mit einer 11:9-Führung in die Pause ging.

Doch auch nach dem Seitenwechsel blieb es ein Duell auf Augenhöhe. Lukas Ossenkopp glich nur zwei Minuten nach Wiederanpfiff zum 11:11 aus, fünf
Minuten später traf Schröder zum 13:13. Es blieb spannend und ausgeglichen bis in die Schlussphase. Die Torhüter Marino Mallwitz und Marcel Kokos-zka überzeugten mit zahlreichen Paraden, beide Teams ließen beste Torchancen liegen. Bezeichnend für das Hin und Her: Forstbauer brachte die Ham-burger 17:16 in Führung (48.), zweimal Kretschmer und einmal Glabisch drehten das Spiel wieder in eine 19:17-Führung für die Schwartauer (50.).
Wer dachte, dass die Gastgeber den Vorsprung nun bis zum Ende halten können, wurde nur drei Minuten später eines besseren belehrt: Jan Forstbauer glich zum 20:20 aus (53.). Marino Mallwitz lief jetzt zur Höchstform auf und wieder folgten eine Drei-Tore-Serie des VfL, aber auch dadurch wurde die Hamburger Moral nicht gebrochen. Beim 24:23, nur 54 Sekunden vor dem Ende, war alles wieder offen – und die Lübecker unter Druck. Antonio Metzner übernahm die Verantwortung und feuerte die Kugel zum vielumjubelten 25:23 ins Netz – die Entscheidung.

Nach dem Abpfiff tanzten und hüpften die VfL-Spieler durch die Halle, ließen sich von den begeisterten Zuschauer feiern. „Wir wollten das Spiel natürlich unbedingt gewinnen“, sagte Martin Waschul nach dem Spiel. Und Jan Schult ergänzte: „Das hat einfach Spaß gemacht. Die Stimmung in der Hansehölle ist ja immer gut, aber heute war es auch mit den Gästefans etwas ganz Besonderes. Ich freue mich schon auf die Derbys in der nächsten Saison.“ Denn es sind eben doch keine ganz normalen Spiele, auch „wenn es für einen Sieg auch nur zwei Punkte gibt“, wie Martin Waschul betont

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