Anspannung unterdrückt Freude

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 Zwei aus drei: der OHV Aurich und der TuS Vinnhorst waren am Ende die jubelnden Gewinner in der zweiten Aufstiegsrunde zur 3. Liga, der Stralsunder HV in der Gruppe Nord der enttäuschte Verlierer.

„Es ist schwer, alles zusammenzufassen“, sagte OHV-Trainer Arek Blacha. Er könne noch nicht zeigen, wie er sich freue. Die Anspannung, die in diesen vier Wochen auf allen Beteiligten lastete, in denen über den Aufstieg entschieden wurde, ließ sich nicht mit dem Schlusspfiff einfach so abschütteln. Trotz des für die Auricher guten Endes.

Wie die Trainer des Stralsunder HV und des TuS Vinnhorst kritisierte auch Blacha die Play-off-Regelung, nach der nur zehn von zwölf Oberliga-Meistern aufsteigen dürfen. Sie war einmalig in dieser Spielserie angesetzt, weil die 2. Bundesliga kommende Saison um zwei Mannschaften reduziert werden soll. Entsprechend groß ist dort die Zahl mit fünf Absteigern.

„Da wirst du mit nur einem Minuspunkt Meister in der Oberliga und steigst nicht direkt auf“, so Blacha. „Dann musst du im Rückspiel der ersten Aufstiegsrunde bei LiT Tribe Germania mit der schlechtesten Aufstellung der gesamten Saison antreten.“

Da war Blacha nur froh, dass er wenigstens zum Abschluss wenig personelle Probleme hatte. Was aber nichts daran änderte, dass vor allem die mentale Belastung immens war. Gesundheitsbedingt kam Oliver Staszewski nur zu Kurzeinsätzen.

Die Vinnhorster waren in diesem abschließenden Gruppenspiel in einer besseren Ausgangslage. Sie hatten zwei Tage zuvor beim Stralsunder HV gewonnen und damit den Aufstieg in die 3. Liga bereits sicher. Aber was wäre gewesen, wenn nicht? „Unser Programm war schwerer als das der anderen beiden Teams“, sagte TuS-Trainer Nei Cruz Portela. Während der OHV eine Woche Zeit hatte, sich auf das Spiel beim TuS Vinnhorst vorzubereiten, blieb den Vinnhorstern nur ein Tag, um nach dem intensiven Spiel in Stralsund neue Kräfte zu tanken und sich auf die Auricher Mannschaft einzustellen. „Wir wollten. Wir haben Gas gegeben. Aber die Beine haben nicht mehr mitgemacht“, sagte Cruz Portela.

Und ob die Vinnhorster wollten. Das zeigten sie gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit, als sie mit einer offensiven Abwehr zur Aufholjagd starteten. „Am Ende aber hat einfach die Kraft gefehlt“, sagte Cruz Portela. In Stralsund spielte er fast 60 Minuten mit einer Besetzung durch. „Der OHV hat sich den Sieg erarbeitet“, so der TuS-Trainer. Für seinen Verein ist der Aufstieg eine historische Sache.