Deutschland siegt auch in Israel

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Wie erwartet hat auch die dezimierte Nationalmannschaft das israelische Team in Tel Aviv souverän besiegt. Nach einem 19:14 zur Pause kam die deutsche Mannschaft zu einem ungefährdeten 40:25 Sieg in der Ferne.

Das verdient Respekt, da die Mannschaft mit vielen jungen und Ergänzungsspielern antrat. Der Termin des Qualifikationsspiels war auf Grund der Verletzten und der gerade zu Ende gegangenen Saison alles andere als günstig.

Wie hat sich das auf das Spiel der Mannschaft ausgewirkt? Natürlich war dem gebundenen Spiel anzumerken, daß die Truppe nicht eingespielt war. Das war auch nicht zu erwarten. Die Abwehr stand in der 6-0-Formation gut und Till Klimke war auf dem Posten zwischen den Pfosten. Hier zeigte sich, daß Deutschland in der nahen Zukunft wohl kein Torhüterproblem haben wird.

Die Außenspieler Timo Kastening (9 Tore) und Marcel Schiller (6 Tore) spielten schnell und verwandelten sicher und Kai Häfner gelang es über weite Strecken, das Spiel der Deutschen zu lenken. Er zeigte die beste Leistung im Rückraum und bei der Leitung des Spiels im Angriff. Johannes Golla am Kreis und Marian Michalczik im Rückraum fügten sich gut ein. So kam die deutsche Mannschaft nie in Schwierigkeiten. Als dann aber vor allen Dingen in Halbzeit 2 Nico Büdel und Yves Kunkel eingesetzt wurden, verlor der Rückraum etwas an Druck. Auch Sebastian Heymann merkte man eine gewisse Nervosität an, die sich dann aber langsam verflüchtigte. Trotzdem kann er mehr aus seiner Sprunggewalt und Reichweite machen. Zwar gelang es Nico Büdel im Laufe des Spiels seinen Einsatz druckvoller zu gestalten, aber zu Beginn seines Einsatzes spielte er doch recht nervös. Franz Semper bekam auch entsprechende Einsatzzeiten, zeigte aber schon bessere Spiele im DHB-Dress.

Alles in allem gesehen überzeugte das Team auf Grund der oben aufgezeigten Probleme bei diesem Sieg und führt die Qualifikationsgruppe weiter mit 10:0 Punkten an. Das wird sich auch nach dem Spiel am Wochenende in Nürnberg und dem Spiel gegen den Kosovo nicht ändern.

"Wir können als Team heute zufrieden sein", sagte Timo Kastening: "Es waren viele junge Spieler dabei, die zeigen wollten, dass sie hier zu Recht hier stehen." Und Till Klimpke meinte nach seinem überzeugenden Auftritt: "Es war eine gewisse Grundaufregung vor dem Spiel da. Es waren nur zwei gemeinsame Trainingseinheiten. Wir haben das überragend gemacht." Dem bleibt nichts hinzuzufügen.

Israel - Deutschland 25 : 40 (14:19)

Israel:
Shamir, Tepper
Mosindi 6, Appo 4, Lumbroso 3, Hamami 2, Hershkowitz 2, Pomeranz 2, Shkalim 2, Tutkenitz 2, A. Cohen 1, Gerera 1, Bodenheimer, Levy, Sidi, Zitler

Deutschland:
Klimpke, Quenstedt
Kastening 9, Schiller 6, Büdel 5, Semper 5, Heymann 3, Michalczik 3, Weber 3, Golla 2, Häfner 2, Kunkel 1, Schmidt 1

Zuschauer: 1.700
Schiedsrichter: Andorka/Hucker (HUN)
Strafminuten: 4 / 12