Sechster Sieg im sechsten Qualifikations-Spiel - Update

Foto: Jürgen Pfliegensdörfer

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Deutlicher Erfolg zum Abschluss: Die deutsche Handball-Nationalmannschaft mit Rückkehrer Tobias Reichmann hat ihren überzeugenden Durchmarsch durch die EM-Qualifikation perfekt gemacht. Mit einem ungefährdeten 28:17 (16:5) in Nürnberg gegen den Kosovo schloss das Team von Bundestrainer Christian Prokop auch ohne zahlreiche Stars die Gruppe 1 überlegen mit 12:0 Punkten ab.

Beste Werfer der Auswahl des Deutschen Handball-Bundes (DHB), die sich das Ticket für die EM im kommenden Jahr bereits vorzeitig gesichert hatte, waren vor 7187 Zuschauern Johannes Golla mit sechs sowie Philipp Weber und Marian Michalczik mit je fünf Treffern. Im Mittelpunkt stand aber das Comeback von Reichmann, auf den der Bundestrainer bei der WM überraschend verzichtet hatte. Der Ex-Europameister von der MT Melsungen steuerte drei Treffer bei, vergab aber auch zwei Siebenmeter.

Prokop verzichtete wie beim 40:25 in Israel am Mittwoch auf viele Etablierte um Kapitän Uwe Gensheimer und testete vor allem den zweiten Anzug - un der saß wie schon in Tel Aviv. Die DHB-Auswahl ließ den Gästen vor allem in Halbzeit eins kaum eine Chance.

Die EM-Endrunde findet in Österreich, Schweden und Norwegen 2020 vom 10. bis 26. Januar 2020 statt. Die deutschen Gruppengegner werden am 28. Juni in Wien ausgelost.

Deutschland - Kosovo 28 : 17 (16:5)

Deutschland:
Klimpke, Wolff - Golla 6, Michalczik 5, Weber 5, Häfner 3, Reichmann 3, Büdel 1, Heymann 1, Kastening 1, Kunkel 1, Schiller 1, Schmidt 1

Kosovo:
Agushi, Berisha - Terziqi 8, Quni 3, Hoxha 2, Kabashi 2, Bashkim 1, Jupa 1, Dedaj, Fetahu, Gjuka, Prekazi, Shabani, Dre. Tahirukaj, Dri. Tahirukaj

Zuschauer: 7.187 (Nürnberg, ausverkauft)

Schiedsrichter: Florian Hofer und Andreas Schmidhuber (Österreich)
Strafminuten: 6 / 6

Bundestrainer Christian Prokop: Meine Gefühle sind zweigeteilt. Wir haben eine ganz starke erste Halbzeit aufs Parkett gebracht, dabei den Gegner seiner Stärken beraubt, aggressiv verteidigt und vorne zielstrebig mit vielen Rückraumaktionen getroffen. Im zweiten Durchgang ging es nach gutem Start dann zu schnell zu einfach für den Kosovo mit dem siebten Feldspieler. Wir schludern hingegen im Abschluss und haben mental schon ein Problem, da gegenzuhalten. Aber insgesamt bin ich zufrieden mit der Lehrgangswoche. Für die neuen Spieler war es sicher nicht leicht, nach nur zwei Trainingseinheiten in Israel schon die nötige Leistung zu bringen. Da bin ich zufrieden, wenngleich es individuelle Unterschiede gibt. Es ist aber schön zu sehen, wie nachhaltig die Stimmung von der WM im Januar noch ist. Es ist fast ausverkauft mit einer tollen Stimmung, deshalb geht ein großer Dank an Nürnberg und die Fans.

Torhüter Andreas Wolff: Wir haben, und das wird ja auch immer wieder betont, in Deutschland eine breite Basis an richtig guten Spielern. Da ist es für manch einen jungen Spieler schwierig, weil er noch andere Weltklasse-Spieler vor sich hat. Aber bei so einem Lehrgang können sie ihr Potenzial zeigen.

Tobias Reichmann: Es ist ein tolles Gefühl, das Vertrauen vom Trainer zu bekommen und spielen zu dürfen. Hinzu kommt die tolle Kulisse hier in Nürnberg, es hat einfach Spaß gemacht. Und dafür, dass die Mannschaft doch recht neu zusammengewürfelt war, haben wir das auch ordentlich gemacht. Speziell das Abwehrspiel in Zusammenarbeit mit den Torhütern war schon vielversprechend.

Johannes Golla: Die erste Halbzeit war sehr vernünftig. Wir haben gezeigt, dass wir den Gegner ernstnehmen und sind zur Pause schon weggezogen. Anschließend war die Chancenverwertung nicht mehr so, sonst hätten wir noch stärker davonziehen können. Für mich ist es eine Ehre, bei der Nationalmannschaft dabei zu sein.

Kapitän Kai Häfner: Die Woche war sehr positiv mit zwei Siegen. Dass die Neuen viel Talent haben, sieht man Woche für Woche und das konnten sie auch in dieser Lehrgangswoche zeigen. Da kann sich Deutschland glücklich schätzen, solche Spieler zu haben. Ich hoffe, den Zuschauern in Nürnberg hat es auch gefallen, das Spiel hier war eine tolle Erfahrung für uns.

Till Klimpke: Es war ein überwältigendes Gefühl, vor der vollen Arena hier zu spielen. Heute gab es aber auch Sachen, die ich persönlich verbessern muss und möchte. Ich denke schon, dass Deutschland die Qualität hat, um im Januar Europameister zu werden.

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