Zebras bei der EM: Drei Kieler kämpfen um Medaillen!

Foto: Ingrid Anderson-Jensen

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Der mit Spannung erwartete Super-Mittwoch mit den jeweils drei abschließenen Spielen in beiden Hauptrunden-Gruppen war seiner Dramatik schon am Nachmittag beraubt: Nach dem Unentschieden zwischen Kroatien und Spanien war klar, dass die Iberer als Gruppenerster vor den Kroaten ins Halbfinale einziehen.

Und nach Portugals 34:26 (16:14) gegen Ungarn im Parallelspiel wurde bei Miha Zarabec (s. Foto) & Co gefeiert: Die Slowenen zogen zum ersten Mal seit 16 Jahren in das Halbfinale ein - wo sie auf den Titelverteidiger treffen werden. Im zweiten Halbfinale kommt es zum direkten Aufeinandertreffen zwischen Harald Reinkinds Norwegern, die sich ohne Punktverlust in die Vorschlussrunde spielten, und Domagoj Duvnjaks Kroaten. Im Spiel um Platz fünf wird Deutschland unterdessen auf Portugal treffen.

Gruppe II: Norwegen Gruppenerster

Der ganz große Druck war raus aus diesem Spiel, weil beide Teams schon vor dem Anpfiff als Halbfinal-Teilnehmer feststanden. Vor lediglich 4824 Zuschauern in Malmö ging es also nur noch um den Gruppensieg. Deshalb schonten beide Nationaltrainer einen Großteil ihrer Stars - so spielten auf norwegischer Seite Sander Sagosen, Kristian Björnsen, Petter Overby, Christian O'Sullivan und Torhüter Torbjörn Bergerud keine Minute, Harald Reinkind war 18 Minuten aktiv und erzielte ein Tor. Sloweniens Nationaltrainer Ljubomir Vranjes verzichtete auf Jure Dolenec. Torhüter Klemen Ferlin und Dean Bombac komplett, auch Blaz Bagotinsek und Blaz Janc spielten kaum mehr als fünf Minuten. 23 Minuten auf dem Feld war hinggen Miha Zarabec, der 3/1 Treffer erzielte und vor der Pause eine der Garanten für den knappen 13:14-Rückstand war. Eine Vorentscheidung zugunsten der Norweger fiel ab der 38. Minute, als sie von 21:19 auf 24:19 davonzogen. Nach dem 29:23 durch Overjordet (51.) nahmen die EM-Gastgeber mehr als einen Gang heraus, Slowenien kam bis auf 29:30 heran (55.), konnte aber letztlich das 30:33 nicht verhindern. Am Ende des Spiels jubelten beide Mannschaften - Halbfinale!

Gruppe II: Schweden beendet Turnier mit Sieg

Schweden hat eine insgesamt enttäuschende EM mit einem 32:25 (18:11)-Erfolg über Island versöhnlich beendet. Wenn es am Wochenende in der Haupstadt Stockholm um Medaillen und Platzierungen geht, ist Co-Gastgeber Schweden aber nur noch Zuschauer. In der 13.000 Fans fassenden Malmö-Arena sahen nur noch 7153 Fans eine schwedische Mannschaft, die das Spiel von Beginn an dominierte. Beim 7:3 (11.) lag sie erstmals mit vier Toren in Führung, zur Pause war dieser Vorsprung auf sieben Treffer angewachsen. Nach dem Wechsel sorgte Lukas Nilsson mit vier Treffern mit dafür, dass Island nicht mehr zurückkommen konnte. Mit vier Punkten schloss Schweden die Hauptrunde auf Platz vier ab und verpasste das Spiel um Platz fünf in Stockholm nur aufgrund des 25:35-Desasters gegen Portugal.
Gruppe I: Kroatien hinter Spanien

In der Gruppe I ging es im Spitzenspiel zwischen Spanien und Kroatien um den Gruppensieg. In der Partie, die vom überragenden Torschützen Igor Karacic (10 Treffer) bestimmt wurde, lagen die Kroaten bis zur 25. Minute stets in Führung. Mit einem 4:1-Lauf drehten die Spanier die Partie, gingen mit einem 12:11 in die Kabine. Nach dem Wechsel drohte die Begegnung einseitig zu werden: Spanien, angeführt vom sechsfachen Torschützen Alex Dujshebaev, zog in der 39. Minute erstmals mit sechs Toren weg. 7890 zumeist kroatische Fans unterstützten dann die Aufholjagd ihrer Mannschaft frenetisch: Tor um Tor rückte Kroatien wieder heran, verunsicherte die zunehmend müder wirkenden Iberer mit einer massiven 6-0-Deckung und traf durch den Kieler Kapitän Domagoj Duvnjak 120 Sekunden vor Schluss sogar zur 22:21-Führung. Ein 8:1-Lauf, der den Kroaten den Gruppensieg beschert hätte. Doch Spanien fand die Lücke, glich durch Gomez aus, ehe Duvnjak mit einem fulminanten Schlagwurf am Pfosten scheiterte. Durch den Punktgewinn feierte Spanien aufgrund des besseren Torverhältnisses Platz eins.

Gruppe I: Österreich mit Mini-Happyend

Versöhnlicher Ausklang einer starken EHF Euro: Gastgeber Österreich verabschiedete sich mit einem Torspektakel von 6800 Fans in der Wiener Stadthalle. In der ersten Hälfte hatte Weißrussland - auch dank des zwölffachen Torschützen Vailupau - die Nase vorn und nahm ein 19:17 mit in die Pause. Österreich um den erneut starken Nikoly Bilyk, der sich 40 Minuten lang für sein Team ins Zeug legte, sah in der 50. Minute schon wie der sichere Verlierer aus. Mit 28:32 lag der EM-Gastgeber da zurück, doch es sollte noch ein kleines Happyend geben: Beim 33:34 (55.) war Österreich wieder dran, und letztlich war es - natürlich - Bilyk, der drei Sekunden vor Schluss mit seinem siebten Treffer in dieser Partie den 36:36-Ausgleich erzielte. Insgesamt erzielte Dauerbrenner 46 Tore bei der EHF Euro - mehr hatte nach der Hauptrunde nur Norwegens Sander Sagosen (51/10) und Weißrusslands Rechtsaußen Vailupau (47/20) erzielt. Folglich war Bilyk, der keine Strafwurf-Tore erzielte, bester Feldtorschütze bis zum Abschluss der Hauptrunde, die Österreich auf Platz vier hinter Spanien, Kroatien und Deutschland beendete.

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