Zweitligaspieler kommt heim

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Es ist ein Transfercoup sondergleichen. Mitten in der Corona-Pandemie verpflichtet der Württembergligist TV Neuhausen mit Tim Keupp einen gestandenen Profi vom Bodensee.

„Na hoffentlich“, scherzt Neuhausens Trainer Markus Bühner auf die Frage, ob die neue eingleisige Württembergliga vor dem Neuzugang der Ermstäler erzittern wird. Denn mit dem 26-jährigen Tim Keupp kommt ein ehemaliger Jugendspieler nach Hause.

Inzwischen ist Keupp natürlich um viele Erfahrungen reicher. Während dem Studium in Konstanz griff der Rückraumakteur für die dortigen Drittligahandballer der HSG in den Harztopf. Dann kam der Meistertitel in der dritten Liga und somit der Aufstieg in die 2. Bundesliga. Dort zeigte Keupp bis zur Corona-Pause starke Leistungen. „Mitte März beim Spiel in Aue hatte ich das letzte Mal einen Ball in der Hand“, blickt Keupp auf die turbulente Zeit zurück. Jetzt giert das Rückraumass natürlich darauf, endlich wieder das geliebte Spielgerät in der Hand zu haben. Das wird jetzt in Neuhausen geschehen. „Es gab natürlich noch andere Optionen, auch in der zweiten Liga“, erzählt Keupp. Doch die Prioritäten verschieben sich allmählich beim 26-Jährigen.

Die Jobsuche steht nach erfolgreichen Masterstudium im Maschinenbau im Vordergrund. „Es war ohnehin geplant, dass ich nach dem Studium in meine Heimat zurückkomme.“ Familie und Freunde seien ihm eben besonders wichtig, auch der Wohlfühlfaktor beim Handball. Der ist laut Keupp eben besonders in Neuhausen gegeben. Auch mit dem VfL Pfullingen war er in Kontakt, doch man fand nicht zusammen. „Ich will einfach Spaß am Handball haben und mit coolen Jungs spielen. Das passt in Neuhausen. Es war eigentlich eine klare Entscheidung“, meint Keupp freudig. Dass er jetzt drei Ligen tiefer wechselt, macht ihm nichts aus: „Die eingleisige Württembergliga ist ja nicht schlecht, da herrscht auch ein gutes Niveau.“ Die Liga sei für ihn gänzlich unbekannt, weshalb es ihm verständlicherweise schwerfällt, sportliche Ziele auszugeben. Aber sicher ist für ihn eines: „Das Team ist gut aufgestellt. Vielleicht geht es irgendwann ja wieder hoch in die BWOL“, blickt Keupp weiter voraus.

Über die immensen Qualitäten des Neuzugangs müsse man gar nicht viel sagen, schwärmt Coach Bühner. „Tim habe ich selber noch in der B-Jugend trainiert damals. Man hat den Kontakt nie verloren. Und jetzt freue ich mich, dass er zurückkommt“, so Bühner. Auch als Bühner zu Neuhäuser Drittligazeiten eine Weile an der Seitenlinie aushalf, hat man zusammengearbeitet, kennt sich also bestens. „Er ist einer, der vorweg gehen und ein Spiel auch entscheiden kann“, weiß der Neuhäuser Cheftrainer.

Bis es soweit ist, dauert es bekanntlich wegen der Corona-Maßnahmen noch eine Weile, mindestens bis Oktober müssen sich alle noch gedulden. Keupp hat bis dahin gut zu tun: Aktuell jobbt er in der Schweiz, bei dem Unternehmen, wo er auch seine Masterarbeit verfasst hat. „Zum Training pendle ich dann eben immer hin und her“, erzählt Keupp. Der Heimkehrer erhält in Neuhausen einen Jahresvertrag.

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