Essen scheidet aus

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In der ersten Runde des DHB-Pokals konnten die Handballer des TUSEM Essen zwar den Drittligisten VfL Potsdam schlagen, jedoch nicht den Erstligisten TSV Hannover-Burgdorf. Am Ende schied die Mannschaft von Trainer Jaron Siewert aus, zeigte dennoch viele gute Ansätze.

Der TUSEM reiste motiviert nach Bremen. Zwar hat der DHB-Pokal für die Essener nicht so einen hohen Stellenwert wie die 2. Handball-Bundesliga, dennoch wollten sie sich gut verkaufen und weiterhin Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben sammeln.

In der Bremer ÖVB-Arena ging es zunächst gegen den Drittligisten VfL Potsdam, der Ex-Klub von TUSEM-Zugang Rolando Urios. Natürlich waren die Jungs von der Margarethenhöhe als Zweitligist der Favorit, dennoch wollten die Potsdamer ihnen natürlich nach Möglichkeit ein Bein stellen. Aber der TUSEM war darauf gut vorbereitet und knüpfte an die guten Testspiele in der Saisonvorbereitung an. Denn von Beginn an dominierte nur ein Team und das kam aus dem Ruhrgebiet. Ein gut aufgelegter Linksaußen, Noah Beyer, sorgte mit seinen Treffern früh für den Grundstein zum Sieg. Potsdam wehrte sich zwar, lief allerdings die gesamte Spieldauer hinweg einen Rückstand hinterher und hatte nur wenige Chancen diesen aufzuholen. Denn der TUSEM spielte seinen erfolgreichen Offensiv-Handball weiter und zeigte sich zudem in der Abwehr über weite Strecken sehr stabil. Auch Kapitän Jonas Ellwanger war wieder mit von der Partie, der nach seiner Ellbogen-Operation in den vergangenen Wochen viele Fortschritte gemacht hatte und somit nun Wettkampfpraxis sammeln konnte.

Der Halbzeitstand von 17:10 war aus Sicht der Essener eine gute Grundlage für den zweiten Durchgang, in dem auch nicht viel anbrennen sollte. Egal, ob Lucas Firnhaber (fünf Tore) oder Tom Skroblien (acht Tore), die Tore fielen und es lief fast alles nach Plan. Auf Seiten des Außenseiters konnte Rückraumspieler Gabriel Gergerfelt immerhin fünf Treffer für sich verbuchen und war damit aus dem Spiel heraus bester Schütze der Potsdamer.

Letztendlich setzte sich der TUSEM souverän mit 34:21 (17:10) durch und zog somit in das Finale dieses Final-4-Turniers ein. Dort wartete der Erstligisten TSV Hannover-Burgdorf, der sein Halbfinale gegen den Gastgeber ATSV Habenhausen mit 42:25 für sich entscheiden konnte.

TUSEM Essen - VfL Potsdam 34:21 (17:10)

TUSEM: Genz, Bliß; Beyer (5), J. Ellwanger (4), Urios (1), Akakpo (3), Szczesny (3), Ridder (1), Müller (1), Firnhaber (5), Klingler, Skroblien (8/4), Zechel (3).
Potsdam: Jochens, Pellegrini; Schwarz (2), Huntz (1), Münchberger (6/6), Spengler (3), Flödl (2), Ende (1), Joachimsen (1), Gregerfelt (5).
Siebenmeter: 4/5 - 6/8.
Strafminuten: 10 - 6.

Endspiel gegen Erstligisten TSV Hannover-Burgdorf

Der TUSEM ging natürlich als Außenseiter in die Begegnung mit dem TSV Hannover-Burgdorf, wollte dem Favoriten dennoch die Stirn bieten und auf die Chance lauern. Und zu Beginn lief es aus Essener Sicht auch recht ordentlich. Zwar ging Hannover schnell mit 3:0 in Führung, doch der TUSEM drehte das Ergebnis und konnte sich sogar auf zwei Treffer absetzen (7:5, 12.). Mit dem schnellen Angriffsspiel der Essener hatte der TSV durchaus Probleme, zumal die Abwehr ebenfalls ihre Arbeit sehr gute machte. Allerdings konnte die Mannschaft aus dem Ruhrgebiet die Führung nicht allzu lange halten, denn die Niedersachsen legten eine Schippe drauf und hatten vor allem individuell viel Klasse, die nur schwer zu bremsen war. Zum Beispiel Morten Olsen, der Olympiasieger und Weltmeister mit Dänemark wurde. Der Rückraumspieler lenkte das Spiel seiner Mannschaft nicht nur, sondern fand selbst auch immer wieder die Lücken in der Essener Deckung. So gelangen dem 34-jährigen Routinier insgesamt satte elf Tore.

Der TUSEM steckte aber nicht auf, versuchte weiterhin sein Glück. Wann immer es ging und sich die Chance bot, agierten die Männer der Ruhrpott Schmiede mutig. So gelangen beispielsweise Lucas Firnhaber in der zweiten Halbzeit einige Abschlüsse, was zumindest dafür sorgte, dass der Rückstand nicht zu groß wurde. Aber die "Recken" aus Hannover hatten immer wieder die passende Antwort parat und ließen die Essener nicht wirklich herankommen. Dementsprechend blieb die große Spannung in der Schlussphase aus und somit setzte sich der Favorit mit 34:25 durch.

"Insgesamt können wir mit dem Wochenende teilweise zufrieden sein", sagt TUSEM-Trainer Jaron Siewert. "Wir haben gute Leistungen und Ansätze gezeigt, allerdings nicht unsere Top-Leistung und die maximale Konsequenz aus den vorherigen Testspielen auf die Platte bringen können. Gegen Hannover haben wir uns über einige Minuten hinweg sehr ordentlich geschlagen und auf Augenhöhe gespielt. Letztendlich war es die individuelle Klasse von Hannover und Spielern wie Morten Olsen, die das Spiel entschieden hat."

Nach dem Pokalwochenende in Bremen startet der TUSEM nun in die neue Saison in der 2. Handball-Bundesliga. Am kommenden Samstag steht die Auswärtsspiel beim VfL Gummersbach an, Anwurf in der Schwalbe-Arena ist um 18:30 Uhr.

TUSEM Essen - TSV Hannover-Burgdorf 25:34 (11:16)

TUSEM: Genz, Bliß; Beyer (6/3), J. Ellwanger (2), Urios, Akakpo, Szczesny (1), Ridder (1), Müller (3), Firnhaber (5), Klingler (3), Skroblien (3/2), Zechel (1).
Hannover: Ebner, Lesjak; Cehte, Martinovic (8), Partail, Pevnov (2), Böhm, Ugalde (3), Krone, Olsen (11/2), Donker, Hanne (2), Brozovic (3), Freise, Kastening (5/1), Büchner.
Siebenmeter: 5/6 - 3/4
Strafminuten: 6 - 12.

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