Stern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktiv

Es hat geklappt. Die SG Flensburg-Handewitt schlug in der Gruppe A der VELUX EHF Champions League den polnischen Vertreter Wisla Plock mit 22:20 (9:10) und feierte damit Heimsieg Nummer 100 in einem europäischen Wettbewerb seit 1995.

Eine Gala war es allerdings nicht. „Mein Team hat stets gekämpft", bilanzierte SG Trainer Ljubomir Vranjes. „Aber sonst kann ich nur die Abwehr und vor allem Mattias Andersson loben. Sonst habe ich gerade vorne viel gesehen, was mir nicht gefällt. In den nächsten Trainingseinheiten haben wir viel zu tun." SG Spielmacher Thomas Mogensen merkte selbstkritisch an: „Wir sind schlecht in die Partie hineingekommen und haben es uns selbst schwer gemacht. Das ging zu sehr seitwärts und zu wenig aufs Tor."

Auf der Bank war diesmal für alle Platz; denn einer fehlte. „Gute Besserung an unseren Kapitän!", teilte Hallenmoderator „Holzi" Holst während der Einlauf-Zeremonie mit. Tobias Karlsson hütete das Bett. Man gut, dass Ljubomir Vranjes in Paris auf einen Mittelblock mit Henrik Toft Hansen und Jacob Heinl gesetzt hatte. In der Deckung mangelte es deshalb nicht an der nötigen Abstimmung. Anstelle des etatmäßigen Abwehrchefs lief ausnahmsweise Thomas Mogensen an erster Stelle in die verdunkelte FLENS-ARENA ein. „Das war eine besondere Ehre für mich", verriet der Däne später. „Doch wenn das Spiel erst einmal begonnen hat, ist dieser schöne Augenblick leider schnell vergessen."

Allerdings dauerte es etwas bis zum Anpfiff. Die Uhr streikte, da hatten alle Akteure plötzlich etwas Zeit für Lockerungsübungen. Als es dann endlich losging, war die Anzeigetafel nur eine schwarze Fläche. In ein dunkles Loch fiel auch die SG. Wisla Plock hatte den eindeutig besseren Start und traf aus allen Lagen. Beim 1:5 rief Ljubomir Vranjes: „Wo ist die Halle?" Die antwortete mit stehenden Ovationen. Es half noch nichts. Beim 1:7 nahm die SG das erste Team-Timeout. „Meine Mannschaft war aufgrund vieler Fehler und Alibi-Spielzügen angezählt – und die Halle war tot", sagte Ljubomir Vranjes später. „Wir spielen alle drei Tage. Da möchte ich sehen, wie die Zuschauer für meine Mannschaft aufstehen. Wer das nicht möchte, kann sich auch zu Hause vor den Fernseher setzen."

Lasse Svan sorgte mit einem Doppelschlag erstmals für Feuer unter dem Dach. Nun wurde immerhin wieder das Ergebnis angezeigt. Wisla-Coach Piotr Przybecki packte seine erste grüne Karte auf den Tisch. Damit wollte er offensichtlich den zaghaft anspringenden SG Motor wieder aus dem Takt bringen. Während die Abwehr eine gute Leistung ablieferte, war der Angriff völlig verunsichert. Zum Glück konnte Mattias Andersson einige Wisla-Würfe entschärfen. Sonst hätte es nach einer Viertelstunde schlimmer ausgesehen als 3:8. „Dann haben wir zusammen gestanden", meinte Thomas Mogensen. „Der Grundstein für die Wende wurde in der Abwehr und durch unseren Torwart gelegt." Mattias Andersson stachelte alle an: Zuschauer und Vorderleute. Der Schwede hatte zur Pause schon zwölf Paraden auf dem Konto.

In der Offensive sollte es nun Schweden-Power richten. Jim Gottfridsson und Johan Jakobsson mischten mit. Der Linkshänder verkürzte auf 8:10. Der ebenfalls eingewechselte Hampus Wanne traf. 9:10 – das war nach diesem Verlauf ein guter Halbzeitstand. „Wir wollten uns anders als vor drei Tagen in Dänemark präsentieren", sagte Wisla-Coach Piotr Przybecki. „So wie in der Angangsphase konnte es leider nicht weitergehen. Aber wir haben zu sehr den Faden im Angriff verloren, und einige Zeitstrafen haben viel gekostet."

Mit Wiederbeginn lief endlich die Uhr. Johan Jakobsson schmetterte den Ball zum Ausgleich in die Maschen. Hampus Wanne konterte sogleich. 11:10, die erste Führung! Die „Hölle Nord" war aus dem Häuschen. Nun war es der polnische Meister, der nicht in Gang kam. Nach vier torlosen Minuten intervenierte die Wisla-Bank. Der Gast meldete sich zurück. 14:14 nach 42 Minuten! Zum Glück machte Mattias Andersson im zweiten Abschnitt da weiter, wo er vor dem Pausentee aufgehört hatte. Eine Parade – und der Gegenstoß lief erfolgreich über Lasse Svan.

Es blieb aber eine knappe Angelegenheit. Zu allem Überfluss kassierte Jacob Heinl seine zweite Zeitstrafe. Die Unterzahl überstand die SG ohne größeren Schaden. Keinen hielt es mehr auf seinem Platz. Die Fans peitschten ihre Mannschaft nach vorne. Jim Gottfridssn tanzte zum 17:16 durch die Wisla-Defensive. Auf der anderen Seite hatte die SG Abwehr den Gegner neutralisiert. Nach fünf torlosen Minuten holte Jacob Heinl einen Siebenmeter heraus, den Anders Eggert nervenstark verwandelte. Thomas Mogensen erhöhte mit einem verdeckten Wurf auf 19:16. Erstmals hatte die SG etwas Luft und brachte die beiden wertvollen Punkte nach Hause. „Nun ist alles wieder offen", sagte Thomas Mogensen zur Gesamtausbeute von 5:5 Punkten.

SG Flensburg-Handewitt – Wisla Plock 22:20 (9:10)

SG Flensburg-Handewitt: Andersson (21 Paraden) – Eggert (1/1), Glandorf (1), Mogensen (4), Svan (3), Wanne (5), Djordjic, Jakobsson (4), Heinl, Toft Hansen (1), Gottfridsson (3), Mahé

Wisla Plock: Corrales (8 Paraden) – Kwiatkowski, Daszek (1), Duarte, Wisniewski, Ghionea, Rocha, T. Gabala, Ivic, Tarabochia, M. Gebala (2), Pusica (1), Mihic (6), Toledo (5), Zhitnikov (5)

Schiedsrichter: Krstic/Ljubic (Slowenien); Zeitstrafen: 6:10 Minuten (Heinl 4, Toft Hansen 2 – Ghionea 4, Ivic 4, Zhitnikov 2); Siebenmeter: 1/1:0; Zuschauer: 5077

Spielverlauf: 0:2 (2.), 1:2 (3.), 1:7 (10.), 3:7 (12.), 3:8 (13.), 6:8 (21.), 6:10 (25.) – 12:10 (34.), 13:11 (38.), 14:12 (39.), 14:14 (42.), 15:15 (45.), 16:16 (46.), 19:16 (54.), 20:17 (57.), 21:18 (59.), 22:19 (60.)

PM SG Flensburg-Handewitt

Stern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktiv

Die englischen Wochen kennen keine Gnade. Die SG Flensburg-Handewitt reiste erst am Montag aus Paris zurück. Nach nur einer Übungseinheit geht es am Mittwoch um 18.30 Uhr in der FLENS-ARENA gegen Wisla Plock.

Die SG möchte in der Gruppe A der VELUX EHF Champions League endlich den ersten Heimsieg einfahren. Ein Tipp: Es gibt noch diverse Sitzplätze in verschiedenen Kategorien und natürlich Stehplätze. Passend zu den Herbstferien kommen Kinder und Jugendliche bis einschließlich 16 Jahren auch auf Sitzplätzen in den Genuss von Ermäßigungen.

Während der Rückfahrt aus Frankreich stieg Ljubomir Vranjes (s. Foto) in die Vorbereitung auf die nächste Aufgabe ein – er zog aber auch ein Fazit für das Paris-Match. „Es ging während der 60 Minuten rauf und runter", bilanzierte der SG Trainer. „Wir haben allerdings auch ein paar Dinge ausprobiert, und nun weiß ich, wo wir noch mehr arbeiten müssen." Eine positive Note erhielt neben dem „Testballon" mit dem siebten Feldspieler auch der Mittelblock mit Henrik Toft Hansen und Jacob Heinl.

Unterschwellig klingt an: Zwei Punkte hatte der Trainer-Fuchs in Paris nicht unbedingt erwartet. Ganz anders ist die Situation nun gegen Plock.

Bei einem mäßigen Start von nur 3:5 Punkten in der VELUX EHF Champions League muss die SG unbedingt doppelt punkten, um den Tabellensiebten zu distanzieren. Der polnische Vize-Meister ist kein Unbekannter. Auch in der letzten Serie standen sich beide Teams in der Gruppenphase gegenüber. Zuhause mühte sich die SG zu einem 27:25-Erfolg. Überragender Akteur war damals der spanische Keeper Rodrigo Corrales, der im Sommer nach Paris wechseln wird. „Das wird kein Selbstläufer", hebt Ljubomir Vranjes den mahnenden Zeigefinger. „Wir müssen auf mehrere Abwehr-Variationen gefasst sein. Die Spielweise hat eine Struktur, die mich zum Teil an alte Nordhorner Zeiten erinnert." Das ist kein Wunder: Der neue Wisla-Coach Piotr Przybecki spielte von

2004 bis 2009 zusammen mit Ljubomir Vranjes, Maik Machulla, Holger Glandorf und später auch Tobias Karlsson in Nordhorn. „Das sind alles Super-Typen – sportlich wie menschlich", freut sich Piotr Przybecki auf ein Wiedersehen. Am Sonntagabend war seine Stimmung allerdings auf einem Tiefpunkt angelangt. Wisla kassierte in Silkeborg eine glatte 24:33-Niederlage – und das bei einem Team, das der polnische Spitzenklub eigentlich hinter sich lassen wollte. „Wir müssen damit rechnen, dass Plock gegen uns Wiedergutmachung betreiben will", vermutet SG Kapitän Tobias Karlsson. Die gute Kunde: Bis auf Rasmus Lauge sind alle 17 Mann an Bord.

Splitter

Karten-Situation. Es gibt noch ausreichend Sitzplatz- und Stehplatz-Tickets, und zwar im SG-Online-Shop, im Scandinavian Park Handewitt, im Angelner Autohuus und an der Abendkasse. Die SG-Tickethotline ist erreichbar unter: 01806-997718 (0,20 €/Min. aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunkpreise max. 0,60 €/Min).

Fernsehen. Der Pay-TV-Sender „Sky" steigt um 18.00 Uhr in die Berichterstattung ein.

Live-Ticker. Zum Live-Ticker der VELUX EHF Champions League geht es hier.

Hallen-Öffnung. Die FLENS-ARENA öffnet um 17.00 Uhr.

SG-BUS-Shuttle-Dienst Flensburg-Exe. Zwei Gelenkzüge von AFAG und AKTIV BUS fahren ab 17.00 Uhr vom Parkplatz „Exe" zur FLENS-ARENA. Bis 45 Minuten nach dem Spiel pendeln die Busse zwischen FLENS-ARENA und Exe.

SG-BUS-Shuttle-Dienst Flensburg-Fördepark. Ein Gelenkzug von AFAG fährt ab 17.00 Uhr vom Parkplatz Fördepark (Haltestelle Linie 14) zur FLENS-ARENA. Bis 45 Minuten nach dem Spiel pendelt der Bus zwischen FLENS-ARENA und Fördepark.

SG-BUS-Shuttle-Dienst Handewitt. In Handewitt startet um 17.45 Uhr ein Gelenkbus von der Wikinghalle nach Flensburg. Nach Handewitt fährt ein Bus 25 Minuten nach Spielschluss zurück.

Schiedsrichter. Nenad Krstic und Peter Ljubic (Slowenien).

EHF-Delegierter. Tapio Arponen (Finnland).

PM SG Flensburg-Handewitt (Foto: SG)

Stern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktiv

Handball-Bundesligist MT Melsungen startet gegen HC Zamet in den EHF-Cup 2016/1017. Das ergab die Auslosung am Dienstag im Headquarter der Europäischen Handball Federation (EHF) in Wien. Das Duell der Nordhessen gegen die Kroaten ist eine von insgesamt 16 Begegnungen der dritten Qualifikationsrunde.

Stern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktiv

sc magdeburgAm Ende war die Niederlage ein gefühlter Sieg für unseren SCM. Das Weiterkommen der Grün-Roten ins EHF-Cup-Viertelfinale nach dem 21:22 (6:10) beim RK Nexe Nasice in Kroatien wirkt wie eine Motivationsspritze. So ein Letzte-Sekunde-Erfolgserlebnis kann den Weg einer Mannschaft in der gesamten Rückrunde bestimmen.

Weitere Beiträge ...

Ergebnisdienst Pokal

24.04.2019 18:00
EHF Champions League, Viertelfinale
  
HC Vardar - MOL Pick Szeged 0 : 0
24.04.2019 19:00
EHF Champions League, Viertelfinale
  
SG Flensburg-Handewitt - Telekom Veszprém 0 : 0
24.04.2019 20:45
EHF Champions League, Viertelfinale
  
HBC Nantes - FC Barcelona Lassa 0 : 0
Letzte Aktualisierung: 23.04.2019 20:27:38
Legende: ungespielt laufend gespielt